Schneekirche beginnt zu tauen

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Die Schneekirche soll an eine Aktion der Menschen aus Mitterfirmiansreut im Winter 1910/11 erinnern. Der Schnee lag damals so hoch, dass die Gläubigen nicht mehr zu den Gottesdiensten in die Nachbargemeinde Mauth gelangen konnten.

Mitterfirmiansreut - Die Tage der spektakulären Schneekirche in Mitterfirmiansreut scheinen bald gezählt zu sein. Mit den wärmeren Temperaturen beginnt das Bangen um die Turmspitze.

Mit den frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage habe nun der Turm des eisigen Gotteshauses in Niederbayern zu schmelzen begonnen, sagte Christian Koch vom Förderverein für die Schneekirche am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Dennoch sei das aus Schnee und Eis errichtete Bauwerk weiterhin zu besichtigen. Die Schneekirche war im Dezember gebaut worden. Das Projekt soll an eine Aktion der Bürger von Mitterfirmiansreut im Winter 1910/11 erinnern. Der Schnee lag damals so hoch, dass die Gläubigen nicht mehr zu den Gottesdiensten in die Nachbargemeinde gelangen konnten und sich kurzerhand ihre eigene Kirche bauten.

Die Veranstalter kontrollierten nun regelmäßig die Stabilität der Schneekirche und entscheiden Tag für Tag neu, ob Besucher die Kirche weiter betreten dürfen. Noch sei der Schnee fest und kalt genug, sagte Koch. Mindestens bis Mitte März, so hoffen die Erbauer, soll die Kirche zu besichtigen sein. Für den 29. März ist eine Abschlussfeier mit Böllerschützen geplant. Seit der Eröffnung Ende Dezember haben nach Veranstalterangaben mehr als 25.000 Menschen die Kirche angeschaut.

lby

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