Bangkok: Spenden für Koma-Patienten 

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Hilfe für deutschen Koma-Patienten: Es fehlt noch Geld, um den Rückflug des 39-Jährigen zu finanzieren.

Bamberg/ Bangkok - Große Unterstützung: Die Spenden für einen in Bangkok verunglückten Bamberger sind zahlreich. Trotzdem fehlen  noch rund 4850 Euro, um den Rückflug des Koma-Patienten zu bezahlen.       

Die Welle der Hilfsbereitschaft für einen in Thailand verunglückten Deutschen reißt nicht ab. In seiner Heimatstadt Bamberg und dem südostasiatischen Land gingen seit vergangener Woche zahlreiche Spenden ein.

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Das Krankenhaus benötigt nach eigenen Angaben noch 6200 Dollar (4850 Euro), um dem vor zehn Monaten ins Koma gefallenen Mann den Rückflug zu ermöglichen. Bislang habe man 208 800 Baht (5250 Euro) gesammelt, sagte am Montag Sukanya Panthomrawee, Leiterin der Klinikabteilung für Rechte und Ansprüche von Patienten.

Es sei ein spezieller Transport erforderlich, da der 39-Jährige immer noch umfassende Behandlungen benötige. In der vergangenen Woche hatte das Krankenhaus in der Stadt Hat Yai einen Fonds eingerichtet, damit Flugtickets für den Patienten und begleitende Ärzte sowie Betreuer gekauft werden können. Bei der Stadt Bamberg gingen inzwischen aus allen Teilen Deutschlands Spenden und Hilfsangebote ein, sagte eine Stadtsprecherin am Montag. Über die Höhe der Spenden werde allerdings erst in den nächsten Tagen Klarheit herrschen.

Darüber hinaus gebe es Angebote von Ärzten, Ergotherapeuten und auf Flugtransporte spezialisierten Rettungssanitätern. "Manchmal geben wir im Stundenrhythmus einen ganzen Stapel von Angeboten an die bestellte Betreuerin des Mannes weiter", sagte die Stadtsprecherin. Es sei aber noch unklar, wann dessen Gesundheitszustand eine Rückreise nach Deutschland erlaube.

Recherchen der Stadt hätten inzwischen ergeben, dass der 39 Jahre alte Franke immer nur für kurze Zeit in Bamberg gelebt habe, bevor er ausgewandert sei. Mit erstem Wohnsitz sei der Mann lediglich für zweieinhalb Monate in der Stadt registriert gewesen. Davor habe er sich gelegentlich und meist nur für kürzere Zeit in der Stadt aufgehalten - mit erstem Wohnsitz habe er in anderen Teilen Frankens gelebt. Der Mann war am 25. Oktober vergangenen Jahres in das Hospital der thailändischen Stadt Hat Yai gebracht worden, nachdem er sich am Flughafen der Stadt am Kopf verletzt hatte und ins Koma gefallen war. Seitdem wird er dort behandelt. Das Hospital versuchte zunächst mit Hilfe der deutschen Botschaft vergeblich, Angehörige ausfindig zu machen. Inzwischen ist klar, dass der 39-Jährige eine Großmutter in der Region Bamberg und auch weitere Verwandte hat.

dpa

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