Städte-Wette: Bayern legen sich ins Zeug

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Das Ehepaar Böhm hat Grund zur Freude: 2,85 Millionen Euro wurden für die Äthiopienhilfe  gespendet 

München/Nürnberg/Würzburg - Eine Städte-Wette zum 30-jährigen Bestehen von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe hat 2,85 Millionen Euro gebracht. Ganz fleißig sammelten München, Nürnberg  und Würzburg.  

Während Berlin, Frankfurt und Köln am Donnerstag kurz vor Ablauf der Wette noch weit von ihrem Wettziel entfernt waren, kamen in München 434.673 Euro zusammen, gut 1000 Euro mehr als nötig, wie Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) mitteilte.

In Anlehnung an Böhms außergewöhnlichen Aufruf am 16. Mai 1981 in der ZDF-Sendung “Wetten, dass ...?“ hatte die Stiftung “Menschen für Menschen“ mit zwei Dutzend Städten gewettet: Spendete jeder dritte Einwohner einen Euro, hat die Kommune gewonnen. Neben München erreichten in Bayern unter anderem Nürnberg und Würzburg ihr Ziel. Bildung sei die Voraussetzung für eine bessere Zukunft, betonte Karlheinz Böhms Ehefrau Almaz; geschäftsführender Vorstand von “Menschen für Menschen“. Nur mit Bildung könnten sich die Menschen selbst aus ihrer Armut befreien. Gut 40 Schulen will die Stiftung in ihrem Jubiläumsjahr bauen, rund ein Dutzend mit den Erlösen der Wette. Die Gewinner seien somit die Menschen in Äthiopien.

“Die kleinen Beiträge bringen uns einen großen Schritt vorwärts.“ Ude betonte, München habe sich bei vielfältigen Spendenaktionen engagiert, darunter für die Tsunami-Opfer, für die Menschen in Fukushima, für das Kinderhilfswerk Unicef und für bedürftige Kinder in der Landeshauptstadt selbst. “Dass es immer nur um das arme Afrika geht, ist einfach nicht wahr. Aber wahr ist auch, dass es fürchterlich wäre, wenn wir nicht über die Stadtgrenzen hinausblicken würden.“

Obwohl Ude die Wette gewonnen hat, löst er seinen Einsatz ein: Bei einem Auftritt mit Almaz Böhm auf dem Tollwood-Festival am 28. November wird er wahre Geschichten aus München erzählen, Böhm präsentiert Märchen aus ihrer Heimat.

lby

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