ADAC warnt vor Blow-ups

Staus und Hitze: Die Lage auf Bayerns Straßen

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München - Tropische Hitze, kilometerlange Staus, Gefahr durch aufbrechende Autobahnen: Viele Bayern haben am Samstag unter extremen Bedingungen die Fahrt in den Urlaub angetreten.

Bei tropischen Temperaturen sind am ersten Ferienwochenende in Bayern viele Urlauber erst einmal im Stau stecken geblieben. Alle wichtigen Reiserouten seien vom dichten Verkehr betroffen gewesen, sagte ein Sprecher des ADAC in München. Auf der Autobahn 8 zwischen München und Salzburg etwa stauten sich die Autos in beiden Richtungen zeitweise auf bis zu 25 Kilometern. Auch auf den Autobahnen 3 und 7 kam es zu Behinderungen.

In Bayern hatten die Sommerferien am Mittwoch begonnen. In Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein endeten sie an diesem Wochenende. In Bremen und Niedersachsen ist die freie Zeit am Mittwoch (7. August) vorbei. Daher waren Reisende aus acht Bundesländern auf den Straßen unterwegs.

Bei einem Auffahrunfall mit einem Reisebus auf der A7 im Allgäu wurden mindestens 18 Menschen verletzt - zwei von ihnen schwer. Der Bus war nach Angaben der Polizei bei Füssen aus bisher unbekannter Ursache auf ein Auto aufgefahren. Die beiden Insassen des Wagens wurden schwer verletzt. In dem Bus verletzten sich mindestens 16 Mitglieder einer chinesischen Reisegruppe.

Der ADAC-Sprecher warnte auch erneut vor Straßenschäden wegen der extremen Hitze. Vor allem die Autobahnen in Südbayern seien immer noch von den sogenannten Blow-ups betroffen - dabei bricht plötzlich die Fahrbahndecke auf und gefährliche Rampen entstehen - eine Bedrohung für Auto- und vor allem für Motorradfahrer. Bei der extremen Hitze könne der Beton jederzeit aufbrechen.

Landesweit erreichten die Temperaturen wieder die 30-Grad-Marke oder sogar mehr. Am heißesten in Bayern wurde es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit 34,2 Grad um 15.00 Uhr in Aldersbach-Kriestorf im niederbayerischen Landkreis Passau. Im Laufe des Nachmittags könne die Temperatur noch auf 35 Grad steigen, sagte ein DWD-Sprecher. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit komme es vielen Menschen aber noch heißer vor als in den vergangenen Tagen.

Am Sonntag werde es mit Höchsttemperaturen um 30 Grad zwar etwas kühler - dafür aber schwüler. Bayernweit sei mit Gewittern zu rechnen.

dpa

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