Stichwahlen in fünf bayerischen Städten und im Kreis Ansbach

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Am Sonntag finden in ganz Bayern Stichwahlen statt.

München - Bekommt Bayern am Sonntag den ersten grünen Oberbürgermeister? Gut möglich, denn in drei Städten stehen Kandidaten der Partei bei Stichwahlen auf dem Stimmzettel.

Nachschlag bei der kleinen Kommunalwahl: In fünf größeren Städten und im Landkreis Ansbach entscheiden die Bürger an diesem Sonntag  in Stichwahlen, wer Rathauschef oder Landrat wird. Bayreuth, Freising, Bad Reichenhall, Landsberg a. Lech und Eichstätt sind neben den Kommunen im Landkreis Ansbach die Städte, in denen die Wähler zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen an die Urnen gerufen werden. Es ist gut möglich, dass der Freistaat am Ende seinen ersten grünen Oberbürgermeister hat.

In der Wagner-Stadt Bayreuth zwang Brigitte Merk-Erbe (Freie Wähler) Amtsinhaber Michael Hohl (CSU) in die Stichwahl - eine Überraschung für manchen Beobachter der Kommunalpolitik.

Ein Skandal um hochspekulative Finanzgeschäfte im Rathaus wurde dem Landsberger Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) zum Verhängnis: Die Bürger wählten ihn ab. Am Sonntag geht CSU-Kandidat Matthias Neuner mit knappem Vorsprung vor dem Grünen-Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann in die alles entscheidende Wahl um die Nachfolge Lehmanns.

Auch in Freising findet am 25. März eine Stichwahl statt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Amtsinhaber Herbert Lackner (CSU) schaffte es in Bad Reichenhall nicht auf Anhieb, verfehlte die absolute Mehrheit beim ersten Wahlgang am 11. März mit 48,2 Prozent allerdings nur knapp. Auch in der Kurstadt nahe Salzburg ist der Herausforderer ein Grüner: Manfred Hofmeister. Egal ob in Reichenhall, Freising oder Landsberg: Schafft es dort ein Grüner, ist er der erste Oberbürgermeister seiner Partei in Bayern.

In Eichstätt ist dies kein Thema. Dort gehen der parteilose Andreas Steppberger und CSU-Mann Walter Eisenhart in die Stichwahl.

Zum klassischen Duell CSU kontra SPD kommt es im Landkreis Ansbach. Jürgen Ludwig und Kurt Unger sind die Stichwahl-Kandidaten ihrer Parteien. Beim ersten Wahlgang war die Landtagsabgeordnete der Grünen, Claudia Stamm, knapp ausgeschieden.

Auf Anhieb für klare Verhältnisse hatten die Wähler am 11. März in Bamberg, Aschaffenburg, Hof/Saale, Nördlingen und Ebersberg gesorgt. Dort holten Kandidaten bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen. Die nächsten planmäßigen Kommunalwahlen, bei denen dann auch alle Gemeinde- bzw. Stadträte und Kreistage neu zusammengesetzt werden, sind in zwei Jahren.

dpa

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