Uneinigkeit bei Tarifverhandlungen

350 RVO-Busfahrer streiken - Chaos in ländlichen Regionen

München - Rund 350 Busfahrer des RVO sind am Donnerstag nicht zur Arbeit erschienen, weil sie streiken. Insbesondere in ländlichen Regionen Oberbayerns ist das ein Schlag für den Berufs- und Schulverkehr.

Busfahrer des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) und des Regionalverkehrs Allgäu (RVA) sind am Donnerstag in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG wurden zwölf Niederlassungen der Betriebe von Oberstdorf bis Berchtesgaden bestreikt. Rund 350 Beschäftigte beteiligten sich am Vormittag an der Arbeitsniederlegung. „Die Streikbeteiligung liegt bei nahezu hundert Prozent, der Berufs- und Schülerverkehr ist in der ländlichen Region Oberbayerns und im Allgäu praktisch zum Erliegen gekommen“, sagte EVG-Streikleiter Isidoro Peronace.

Der Warnstreik hatte um 3.00 Uhr begonnen und sollte 24 Stunden dauern. Hintergrund seien die festgefahrenen Tarifverhandlungen für die 650 Beschäftigten. Nach fünf Tarifrunden seit Februar zeichne sich keine Lösung ab. Sollte sich daran nichts ändern, könnten in der kommenden Woche weitere Warnstreiks folgen, kündigte Peronace an. „Die Leute wollen sich nicht abspeisen lassen und um einen ordentlichen Tarifabschluss kämpfen.“

Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) in Bayern ist sie auf die Forderung der EVG, die Unterschiede der Leistungen für die Mitarbeiter, die bis Ende 2005 eingestellt wurden und den später von RVO und RVA eingestellten Mitarbeitern anzugleichen, „so weit wie möglich“ eingegangen. Uneinigkeit herrsche vor allem bei der Forderung der Gewerkschaft über Verbesserungen beim Entgelt und weiteren tariflichen Komponenten, die in der Summe über zehn Prozent liege.

dpa

Verfolgen Sie hier unseren Streik-Ticker.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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