Zeugenaussage im Labor-Ausschuss

Strötz: Kein politischer Einfluss im Fall Schottdorf

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Aktenordner mit Unterlagen zum "Untersuchungsausschuss Labor" stehen am 13.10.2015 in einem Schrank im Sitzungssaal im Bayerischen Landtag in München.

München - Einflussnahme habe es nie gegeben, sagte der inzwischen zum Präsidenten des Oberlandesgerichts Nürnberg beförderte frühere Münchner Generalstaatsanwalt Christoph Strötz.

Der frühere Münchner Generalstaatsanwalt Christoph Strötz hat im Untersuchungsausschuss Labor den Vorwurf politischer Einflussnahme im Fall Schottdorf zurückgewiesen. Die habe es nicht gegeben, sagte der inzwischen zum Präsidenten des Oberlandesgerichts Nürnberg beförderte Strötz am Dienstag bei seiner Zeugenaussage im Landtag. Er habe nach seiner Erinnerung niemals mit der damaligen Justizministerin Beate Merk (CSU) über den Fall gesprochen.

Der Untersuchungsausschuss soll aufklären, ob die bayerische Justiz oder die Spitze des Landeskriminalamts in den Jahren 2007 und 2008 groß angelegte Betrugsermittlungen gegen Tausende Ärzte behinderte. Im Zentrum des Falls steht der Augsburger Laborunternehmer Bernd Schottdorf, der der CSU im vergangenen Jahrzehnt mehrfach Geld spendete, unter anderem für den Wahlkampf des damaligen Parteichefs Edmund Stoiber. Mehrere Ermittler des Landeskriminalamts hatten bei ihren Zeugenaussagen in den vergangenen Monaten von politischem Einfluss gesprochen, konnten aber keine Belege für ihre gravierenden Vorwürfe präsentieren.

dpa

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