Studie: Bayern bei Inklusion weit hinter Spitzenreitern

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In Bayern gibt es erst seit diesem Schuljahr 41 sogenannte Inklusionsschulen.

München - Bayern hat bei der Inklusion behinderter, auffälliger und lernbehinderter Kinder Nachholbedarf. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Welche Bundesländer weiter sind:

Nach einer von der Bertelsmann-Stiftung am Freitag veröffentlichten Studie besuchte im Schuljahr 2010/11 gut ein Fünftel aller bayerischen Kinder mit Förderbedarf eine Regelschule. Das war etwas weniger als im deutschlandweiten Durchschnitt mit 22,3 Prozent. Von den Spitzenreitern war Bayern aber sehr weit entfernt: In Schleswig-Holstein gingen im selben Zeitraum 49,9 Prozent aller lern- oder körperbehinderten Schüler auf eine reguläre Schule, auch Berlin und Bremen weisen „Inklusionsanteile“ von mehr als 40 Prozent auf.

Aktuellere Zahlen legte die Stiftung nicht vor, weil die amtlichen Statistiken noch nicht aktualisiert sind. Die Zahlen haben sich seit dem Schuljahr 2010/11 geändert: In Bayern gibt es erst seit diesem Schuljahr 41 so genannte Inklusionsschulen. Der Trend geht aber auch in Bayern eindeutig in Richtung des gemeinsamen Unterrichts: 2009/10 lag der Inklusionsanteil in Bayern erst bei 15,7 Prozent. Die Abkehr vom bisherigen Sonder- und Förderschulsystem geht auf die UN-Behindertenrechtekonvention zurück.

dpa

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