April extrem

Sturm fegt über Bayern: Wind entfacht Grillfeuer neu - und setzt Schuppen in Brand

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Heftige Winde entfachten in Franken die Glut eines Grills neu - und sorgte für ein Feuer. (Symbolbild)

Das Wetter ist selbst für den April extrem: Mancherorts nagt das Thermometer an der 30-Grad-Marke - in anderen Teilen fegt ein heftiger Sturm über den Freistaat.

Update vom 25. April 2019, 12.24 Uhr:

Sturmböen haben am Mittwochabend Feuerwehr und Polizei in Teilen Frankens auf Trab gehalten. In Mittelfranken rückte die Polizei 74 Mal zu Einsätzen aus, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Der starke Wind entfachte in Nürnberg die Glut eines Grills neu, weswegen dort ein Gartenschuppen in Brand geriet. Verletzt wurde niemand. In Erlangen fuhr ein Autofahrer gegen einen umgestürzten Baum, der auf der Straße lag. Der Fahrer blieb unverletzt.

In Unterfranken gingen 37 Mitteilungen wegen des Sturmes bei der Polizei ein. Im Bereich Kahlgrund deckten Böen Dächer ab, Gebäude mussten von der Feuerwehr abgestützt werden. In Würzburg flog ein mobiles Klo gegen ein Auto. Umgefallene Bäume blockierten Straßen - Schilder und Bauzäune stürzten um. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Es ist eine Beobachtung, die nicht aller Tage gemacht wird: In Franken wurde ein Tornado gesichtet. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt die Beobachtung.

Wetter-Wahnsinn in Bayern: In einer Stadt hat es 29 Grad - doch dann kommt der Schnee zurück

München - Extreme sind die Bayern beim Wetter inzwischen gewöhnt. Wir erinnern uns an das Schneechaos vom Januar in Südbayern und Teilen des Bayerischen Waldes. Während in Teilen Frankens nicht eine Flocke fiel.

Nun haben wir es mit einem, selbst für April-Verhältnisse, extremen Wetterwechsel zu tun. Der Deutsche Wetterdienst rechnet beim Wetter in Bayern für Donnerstag mit bis zu 29 Grad in Regensburg. Temperaturen, die wir eigentlich vom Hochsommer kennen. Klarer Himmel und milde Luft werden am Donnerstag überhaupt in ganz Bayern das Wetter bestimmen.

Trockene subtropische Luft, die zwischen einem Tief über Irland und einem Hoch über dem Baltikum mit südöstlicher Strömung und voller Wucht über die Alpen nach Deutschland fließt, ist dafür verantwortlich.

Das Wetter in Bayern macht den Donnerstag zum heißesten Tag des Jahres

Nur im äußersten Süden könnte deshalb der Föhn so stark werden, dass der Deutsche Wetterdienst schon jetzt vor Sturmböen am Alpenrand warnt.

Trotzdem sollte der Donnerstag mit Abstand zum heißesten Tag des bisherigen Jahres werden. Und den Rekord wird er beim Bayern-Wetter auch einige Zeit halten.

Denn am Freitag steht uns ein extremer Wetterwechsel in Bayern bevor. Von Nordwesten zieht ein kaltes, nasses Tief auf Bayern zu.

Die Temperaturen fallen rapide. Keine Spur mehr von Frühsommer. Im Gegenteil: An den Alpen fällt die Schneefallgrenze am Samstag wieder auf 1000 Meter und die Tiefsttemperaturen auf 7 bis 2 Grad.

Nur im äußersten Osten Bayerns auf der Höhe von Passau könne es nochmal schön werden am Freitag. Spätestens am Samstag kommt aber auch da der tiefe Fall. Und dann bleibt es, so die Langzeitprognose des Deutschen Wetterdienstes, auch erstmal nasskalt.

Vor diesem krassen Wetterwechsel haben übrigens Meteorologen deutschandweit gewarnt.

Allerdings auch nicht ewig. Schon am Abend vor dem 1. Mai könnte es schon wieder trockener und wärmer werden.

Weitere Nachrichten aus Bayern: Polizeibeamte auf der A3 bei Stockstadt trauten ihren Augen nicht: Ein Lkw-Fahrer hatte mitten im Baustellenbereich geparkt - und machte sich heiße Würstchen.

kmm

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