Sturmtief „Joachim“ bringt Winter nach Bayern

München - Das Sturmtief „Joachim“ bringt den Winter nach Bayern - zumindest vorübergehend. Am Wochenende gibt es endlich Neuschnee - und zwar nicht nur in den Bergen.

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Sturmtief „Joachim“ hat am Freitag in Bayern für einen Wintereinbruch gesorgt. Schneefall behinderte vor allem im nördlichen Franken und im Bayerischen Wald den Straßenverkehr. Das Polizeipräsidium Oberfranken registrierte rund 50 Unfälle. In den meisten Fällen sei es bei Blechschäden geblieben, sagte ein Polizeisprecher in Bayreuth, bei sechs Unfällen gab es Leichtverletzte.

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Am vierten Adventswochenende müssen sich die Menschen im Freistaat auf weitere Schneefälle einstellen. „Mit der Kaltluft auf der Rückseite des Sturms strömt polare Meeresluft nach Bayern und die sorgt für Schneefälle“, erklärte Meteorologe Jens Winninghoff vom Deutschen Wetterdienst am Freitag in München. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee werden in mittleren und höheren Lagen fallen. Allerdings dürfte die Freude über die weiße Pracht wenige Tage vor Weihnachten nicht allzu lange anhalten: Bei durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen minus eins und plus vier Grad bleibe die Schneedecke nur vorübergehend, sagte Winninghoff.

Sturmtief "Joachim" wütet über Deutschland - Bilder

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Aus Angst vor dem Sturmtief „Joachim“ entschloss sich die Regierung von Unterfranken, den Nachmittagsunterricht am Freitag an den Schulen ausfallen zu lassen. Auch das Festival „Tollwood“ in München blieb am Freitag zunächst geschlossen.

Im Bayerischen Wald hatten viele Auto- und Lastwagenfahrer mit den widrigen Verkehrsbedingungen zu kämpfen. Rund 15 Lkw blieben auf der Bundesstraße 85 im Landkreis Freyung-Grafenau hängen, wegen des Schnees kamen sie nicht mehr vorwärts, wie ein Polizeisprecher in Straubing sagte. Am Nachmittag habe es besonders in den Höhenlagen Niederbayerns stark geschneit.

Während der Deutsche Wetterdienst für den Wochenbeginn noch kühle Temperaturen erwartet, soll das Wetter später wieder milder werden - damit sinken auch die Chancen auf weiße Weihnachten. Meteorologe Winninghoff machte dennoch Hoffnung: „Es ist noch nicht sicher, wie stark die Milderung sein wird. Das hängt von der Zugbahn des Tiefdruckgebietes ab.“ Auf der Zugspitze immerhin gab es schon reichlich Schnee: Am Freitagmorgen lagen bei minus neun Grad Celsius rund 90 Zentimeter Schnee.

dpa

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