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Auf der Suche nach Geld: Über 30 Briefkästen gesprengt

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Einer der gesprengten Briefkästen. © LKA

Regensburg - Mehr als 30 Briefkästen haben junge Männer im Raum Regensburg mit illegalen Böllern in die Luft gejagt. Die Täter hatten es auf das Geld abgesehen.

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Mehr als 30 Briefkästen in Regensburg und dem nordöstlichen Landkreis Regensburg hatten die Täter in den Nächten von Sonntag bis Dienstag (21. bis 23. Februar) gesprennt. Nun ist ihnen die Polizei auf die Schliche gekommen. Bürger hatte eine Streife der Polizeiinspektion Regenstauf am frühen Dienstagmorgen auf einen BMW in unmittelbarer Nähe eines der Tatorte aufmerksam gemacht. Die anschließende Kontrolle der beiden 18-jährigen Insassen aus dem Landkreis Regensburg führte zum Auffinden illegaler Böller und Aufbruchwerkzeugen.

Die Männer wurden vorläufig festgenommen und die illegalen Böller beschlagnahmt. Die Sprengstoffermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) übernahmen nach Bekanntwerden des Sachverhalts die Ermittlungen vor Ort. Die beiden Tatverdächtigen zeigten sich geständig. Bei ihren Taten wurden sie unterstützt von einem 16-jährigen Schüler. Der legte zwischenzeitlich ebenfalls ein Geständnis ab.

Auf Geldsendungen abgesehen

Die Täter wollten nach eigenen Angaben an Geldsendungen gelangen. Erbeutet wurde allerdings nur eine geringe Menge an Bargeld.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Sprengstoffermittler des Landeskriminalamtes von mindestens 34 gesprengten Briefkästen aus. 29 davon gehören der Deutschen Post, zwei sind private Briefkästen. Sie können dem Trio eindeutig zugeordnet werden. Die Ermittlungen zu drei weiteren Privatbriefkästen sind noch nicht abgeschlossen. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 17.000 Euro.

Die Täter benutzten in Deutschland nicht zugelassenen Böller, die sie aus der Tschechischen Republik eingeführt hatten. Da derartige Böller kein Prüfzeichen aufweisen, ist jeglicher Umgang mit ihnen in Deutschland verboten. 

Die drei Beschuldigten befinden sich zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuß. Sie erwarten Anzeigen nach dem Sprengstoffgesetz und nach dem Strafgesetzbuch wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung, besonders schwerem Fall des Diebstahls und Verletzung des Briefgeheimnisses.

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