Teppich-Prozess: Gegner einigen sich nicht

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Um diesen angeblich teuersten Teppich der Welt geht es beim Prozess am Landgericht Augsburg.

Augsburg - Der Streit um den angeblich teuersten Teppich der Welt geht weiter: Beide Parteien lehnten eine außergerichtliche Einigung ab. Nun soll am Landgericht Augsburg ein Urteil fallen.

Im Rechtsstreit um den angeblich teuersten Teppich der Welt haben beide Parteien eine außergerichtliche Einigung abgelehnt. In Mitteilungen an das Landgericht Augsburg beharrten Klägerin und Beklagter am Freitag auf ihrem jeweiligen Standpunkt, wie ein Gerichtssprecher sagte. “Beide Parteien wollen eine Entscheidung.“ Am Freitag lief die Frist zur Stellungnahme ab, am 27. Januar soll nun das Urteil in dem Zivilprozess gesprochen werden.

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Streit um den teuersten Teppich der Welt

Die Klägerin fordert Schadensersatz von einem Augsburger Auktionator, der ihren geerbten Perserteppich aus dem 17. Jahrhundert auf nur 900 Euro schätzte. Später brachte der Teppich bei einer Auktion in Augsburg 19.700 Euro ein - und bei einer Versteigerung im Londoner Auktionshaus Christie's umgerechnet die Rekordsumme von 7,2 Millionen Euro. Zunächst forderte die ältere Dame 330.000 Euro vom Augsburger Auktionshaus Rehm, stimmte dann aber einem vorgeschlagenen Vergleich mit einer Zahlung von 100.000 Euro zu. Dies lehnte allerdings der beklagte Auktionator ab. Die Begründung: Er könne den geforderten Betrag abzüglich des Versteigerungserlöses nicht zahlen.

Warum der Teppich so wertvoll ist, hat mehrere Gründe: Sein hohes Alter, die Herkunft aus der persischen Provinz Kerman, die hohe Zahl der Knoten und die Tatsache, dass er sich einst im Besitz der Comtesse de Béhague (1870-1939) befunden haben soll, die eine große Sammlung iranischer Kunst besaß.

dpa

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