Theaterchef Pekny will nach Freispruch Veränderungen

Justitia
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Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.

Theaterchef Thomas Pekny hat nach seinem Freispruch vom Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs Veränderungen an der Komödie im Bayerischen Hof angekündigt. „Ich habe bereits Maßnahmen getroffen, die auch meine Firmenstruktur verändern werden, um Hierarchien aufzubrechen und den Mitarbeitern, Kollegen und Zuschauern, die durch die Vorgänge irritiert sind, zu signalisieren, dass mein Freispruch für mich kein „weiter so“ bedeutet, sondern Anlass bietet, vieles auf den Prüfstand zu stellen, in erster Linie, um unser wunderschönes Theater im Bayerischen Hof zu erhalten“, erklärte Pekny am Freitag.

München - Das Landgericht München I hatte ihn am Mittwoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Letztlich habe kein Tatnachweis geführt werden können, sagte der Vorsitzende Richter Nikolaus Lantz. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 69-Jährigen vorgeworfen, betrunkene Frauen auf dem Oktoberfest angesprochen und mit in die Proberäume des Theaters genommen zu haben. Dort soll er sich an den schlafenden Frauen vergangen und davon Videos und Fotos gemacht haben.

Einige Schauspieler wie Pascal Breuer distanzierten sich von Pekny. Eine Sprecherin des Theaters erklärte, sie können sich nicht dazu äußern, inwiefern Mitarbeiter hinter dem Theaterchef stehen.

„Dass bei den Ereignissen vor fünf Jahren aus einer übermütigen Laune heraus Menschen im Nachhinein das Gefühl hatten, in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, bedauere ich zutiefst“, so Pekny. Er wollte und wolle niemanden ausnutzen. „Mich haben die Geschehnisse so betroffen gemacht, dass ich sicher in Zukunft Situationen, die Menschen um mich als belastend empfinden könnten, wesentlich sensibler bewerten werde.“ dpa

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