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Neue Studie belegt: Wegen besserer Haltung in Zoos - Raubtiere werden immer älter

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Von: Tanja Kipke

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Die Kalifornischen Seelöwen im Nürnberger Tiergarten werden immer älter.
Zum Beispiel werden die Kalifornischen Seelöwen im Nürnberger Tiergarten immer älter. © Thomas Hahn / Stadt Nürnberg

Die Haltung und Aufzucht von Raubtieren in Zoos hat sich verbessert, sodass die Tiere immer älter werden. Dies geht aus der Auswertung von weltweiten Daten hervor.

Nürnberg - Ergebnisse einer aktuellen Studie ergaben: Die Lebenserwartung und der Erfolg bei der Aufzucht von Jungtieren von in Zoos gehaltenen Raubtieren hat sich in den letzten 70 Jahren deutlich erhöht. 1100 Zoos und Aquarien aus 95 Ländern nahmen an der Untersuchung teil, wie die Stadt Nürnberg berichtet. Auch der Tiergarten Nürnberg* beteiligt sich bereits seit den 1970er Jahren am Aufbau und Unterhalt dieser Datensammlungen. Verwaltet werden die Daten von der internationalen Organisation „Species360“.

Tiergarten Nürnberg: 85 Prozent der Seelöwen werden älter als 18 Jahre

Dr. Hermann Will, Zootierarzt im Tiergarten Nürnberg*, veranschaulicht dieses Ergebnis anhand der in Nürnberg gehaltenen Kalifornischen Seelöwen: „Erfreulicherweise belegen die Daten den Erfolg unserer Arbeit auch für die bei uns im Tiergarten Nürnberg lebenden Kalifornischen Seelöwen“, berichtet er. „Alle 31 der hier seit 2010 lebend geborenen Jungtiere erlebten auch ihren ersten Geburtstag und mehr als 85 Prozent der Seelöwen werden mehr als 18 Jahre alt.“ Die Seelöwenweibchen Tiffy und Lisa, die dieses Jahr verstarben, wurden sogar 26 und 27 Jahre alt.  

Vor gut 50 Jahren sah die Lebenserwartung noch anders aus. Damals seien nur 60 Prozent der lebend geborenen Jungtiere älter als ein Jahr geworden und nur 30 Prozent seien älter als 18 geworden. Die Daten der Studie beinhalten die gesamte Lebensgeschichte der Tiere, die Elterntiere, Geburt, Nachwuchs und Tod. Rund 22.000 Tierarten mit mehr als zehn Millionen Individuen sind in dem Projekt erfasst. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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