Tote Fische in Alz: Jetzt fordern die Grünen Konsequenzen

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Durch fehlerhaftes Ableiten von chemieverseuchtem Wasser der Firma Clariant in die Alz waren Anfang März 6,5 Tonnen Fische verendet.

Burgkirchen - Nach dem Chemieunfall in Burgkirchen (Landkreis Altötting) mit tonnenweise toten Fischen verlangen die Landtags-Grünen nun Konsequenzen.

Diese sollten dann auch für andere chemische Betriebe gelten, bei denen es zu derartigen Unfällen kommen könne, sagte der Grünen-Abgeordnete Christian Magerl am Donnerstag im Umweltausschuss des Landtags. Die Staatsregierung will indessen mit Konsequenzen bis zum Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen warten.

Durch fehlerhaftes Ableiten von chemieverseuchtem Wasser der Firma Clariant in die Alz waren Anfang März 6,5 Tonnen Fische verendet. Dabei sind die toten Fische noch nicht erfasst, die sich auf dem Boden ablagern.

Bei der Chemikalie handelt es sich um den Waschmittelrohstoff Genamin LA 302 D. Umweltminister Marcel Huber (CSU) hatte nach Bekanntwerden des Fischsterbens von einem gravierenden Fall gesprochen. Der Industriepark Werk Gendorf, in dem das Chemieunternehmen angesiedelt ist, beherbergt mehr als 20 Unternehmen der Branche - dort sind rund 4000 Mitarbeiter beschäftigt.

Lesen Sie dazu auch "Chemieunfall: Noch mehr tote Fische in Alz" und "Ein Glück, dass es nicht im Juli war"

dpa

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