Tourengeher auf Pisten fordern Alpenverein und Betreiber heraus

München - Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat sich gemeinsam mit den Pistenbetreibern auf eine gemeinsame Position im Streit um Skitouren auf Pisten geeinigt.

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München - Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat sich gemeinsam mit den Pistenbetreibern auf eine gemeinsame Position im Streit um Skitouren auf Pisten geeinigt. Um Konflikte und Kollisionen zwischen aufsteigenden Tourengehern und abfahrenden Skifahrern zu vermeiden, müssten mit den Akteuren vor Ort praktikable Lösungen gefunden werden, sagte DAV-Hauptgeschäftsführer Thomas Urban. In besonders stark frequentierten Skigebieten seien bereits separate Aufstiegsspuren eingerichtet worden.

Hintergrund: Über die Nutzung der Skipisten durch Tourengeher gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen. Für den DAV sind Skipisten Teil der freien Natur und dürften deshalb auch von Aufsteigern benutzt werden. Die Betreiber gehen dagegen von Sportstätten aus, die in erster Linie den Abfahrern zur Verfügung stehen und deshalb auch für Skitouren gesperrt werden könnten. Den juristischen Weg wolle man aber nicht beschreiten, sagte Urban. “Wir wollen ein Miteinander von beiden Wintersportarten“.

Daran seien auch die Pistenbetreiber interessiert, bestätigte Peter Huber, Vorstand des Verbandes Deutscher Seilbahnen. Allerdings müsse die Zahl der Tourengeher begrenzt bleiben. In einigen Skigebieten machten die Aufsteiger bereits bis zu zehn Prozent der Pistennutzer aus. “Vielmehr darf es nicht werden“. Darunter gebe es leider auch immer noch viele schwarze Schafe, die sich nicht an die Pistenordnungen hielten. Der DAV appellierte deshalb ebenfalls noch einmal an alle Tourengeher, unbedingt die allgemeinen Verhaltensregeln und lokalen Hinweisschilder zu beachten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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