Training für Prozesse gegen Kriegsverbrecher

Nürnberg (dpa/lby) - Bei einem simulierten Gerichtsverfahren haben Jurastudenten aus aller Welt die Verfolgung von Kriegsverbrechen geübt. In einem fiktiven Fall des Völkerrechts traten am Freitag 18 Teams bei dem Wettbewerb im historischen Saal 600 des Landgerichts Nürnberg-Fürth gegeneinander an. Dort fanden einst die Nürnberger Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher statt. "Gerechtigkeit kommt nicht von selbst, wir müssen für sie kämpfen", sagte Wolfgang Schomburg, Vorsitzender der Jury internationaler Richter, die das Auftreten der Studenten bewerteten.

Viele Teilnehmer kamen aus Ländern, die von schweren Menschenrechtsverletzungen betroffen waren oder sind - etwa aus Ruanda und Libyen. Der Wettbewerb soll gerade den Studenten aus Konfliktländern helfen, die Bedeutung des Völkerrechts in ihren Heimatländern zu stärken. Beurteilt werden die Plädoyers sowohl inhaltlich als auch rhetorisch. Jedes Team muss einmal die Rolle der Anklage, einmal die der Verteidigung übernehmen. Ein Sieger des von der Akademie Nürnberger Prinzipien und der Universität Erlangen-Nürnberg ausgerichteten "Nuremberg Moot Court" wird am Samstag gekürt.

Gerichtswettbewerb "Nuremberg Moot Court"

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