Traton-Chef fordert Ladenetz für E-Lastwagen

E-Lastwagen
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Ein Techniker lädt Akkus eines E-Lastwagens.

Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton fordert von der künftigen Bundesregierung mehr Unterstützung für Elektro-Lastwagen. Die Konzerntöchter MAN und Scania setzten „im Fernverkehr voll auf die Batterie“, sagte Traton-Chef Christian Levin am Mittwoch in München. Jetzt müsse „alles daran gesetzt werden, im Rahmen der neuen Legislaturperiode ein leistungsfähiges Ladenetz für E-Lkw zu schaffen“.

München - In Brüssel werde in Kürze über neue Vorgaben entschieden. „Sollten hier keine geeigneten Maßnahmen bezüglich Lade- und Anschlussleistung sowie verbindliche Mindestabstände zwischen E-Lkw-Ladestationen vereinbart werden, bekommen wir als Industrie ein Problem. Dies sollte einer neuen Bundesregierung bewusst sein“, sagte Levin. Er erwarte „jetzt ein starkes Signal von der Politik, diesen Weg gemeinsam mit der Nutzfahrzeugindustrie zu gehen“.

Traton will zwar mit den Konkurrenten Daimler und Volvo zusammen in der EU ein Netz mit 1700 Ladepunkten für E-Lastwagen im Fernverkehr aufbauen. Aber Daimler-Truck-Vorstand Karin Rådström sagte am Mittwoch: „Besonders für den CO2-neutralen Langstreckentransport mit schweren Lkw wird der wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenantrieb in Zukunft unverzichtbar sein.“ 2027 will Daimler die ersten Serienfahrzeuge an Kunden übergeben.

Dagegen sagte Levin: „Die Nutzung der wasserstoffbasierten Brennstoffzelle wird aufgrund der hohen Energiekosten und der ungewissen Verfügbarkeit im Lkw-Bereich limitiert sein.“ Der höhere Wirkungsgrad der Batterie sei auch im Fernverkehr unschlagbar. Die Zelltechnik mache enorme Fortschritte. Mitte des Jahrzehnts kämen E-Lastwagen auf ein Preisniveau mit dem Diesel-Lkw.

Mit einer CO2-basierten Maut könne die Politik weitere starke Anreize setzen, sagte der Traton-Chef. Viele Spediteure würden auch sofort umsteigen, wenn mit einem Elektrofahrzeug die Nachtbelieferung von Supermärkten erlaubt würde. dpa

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