Trauerfeier auf der Fanmeile

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Nicht nur das Wetter, auch das Ergebnis vermieste den deutschen Fans die Laune

München/Nürnberg - Lange Gesichter nach der deutschen WM-Niederlage: Tausende Besucher haben am Freitag die Fanmeilen und Public-Viewing-Veranstaltungen im Freistaat mit hängenden Köpfen verlassen.

Auch das teils kühle und regnerische Wetter sorgte nicht gerade für Euphorie. Nennenswerte Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. Alle Veranstaltungen seien friedlich verlaufen, berichtete die Polizei in München und Nürnberg.

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Minusrekord beim Public Viewing

In der bayerischen Landeshauptstadt drückten Nieselregen und fast herbstliche Temperaturen auf die Stimmung. So versammelten sich auch nur rund 10 000 Fußball-Fans zum gemeinsamen Fußballgucken im Olympiastadion - wo eigentlich 35 000 Platz gehabt hätten. Viele hüllten sich gegen den kühlen Wind in Deutschlandfahnen und versuchten, sich mit Fan-Gesängen warm zu halten. Im Gegensatz zu Berlin, wo sonniges Weltmeister-Wetter herrschte, waren es in München nur etwa 15 Grad. Etliche Plätze blieben leer, weil die Fans lieber vor dem heimischen Fernseher - im Warmen und Trockenen - das Spiel verfolgen wollten.

Wenigstens gab es in Nürnberg besseres Wetter als in München. Viele Fans trösteten sich mit Bier über den verschossenen Handelfmeter und vertane Chancen im fernen Südafrika hinweg. Auch an den Essensständen auf der Fanmeile, der Wöhrder Wiese, herrschte zeitweise Hochbetrieb. Viele der rund 15 000 Besucher wollten sich einfach einen gemütlichen Nachmittag machen - Niederlage hin oder her. Vor allem Schüler und Studenten ließen sich das kollektive Zittern für das deutsche Team nicht nehmen. Darunter mischten sich auch viele junge Familien.

Vor der 37 Quadratmeter großen Leinwand, die der Elektrokonzern Siemens vor der Zentrale in München aufgestellt hat, schlugen schätzungsweise rund 700 Menschen die Hände über dem Kopf zusammen, als Lukas Podolski den Elfmeter für die Deutschen verschoss. Darunter waren viele Siemensianer und Mitarbeiter der umliegenden Ministerien. Dunkle Anzüge statt Fußballtrikots prägten das Bild am Wittelsbacherplatz, auch Vuvuzelas und Sprechchöre gab es nicht.

Ganz anders sah es bei den serbischen Fans aus: Während diese in München ihren Sieg vor allem in den Gaststätten feierten, musste die Nürnberger Polizei Teile der Innenstadt für den Verkehr sperren. Dort schwenkten serbische Fußballfans ihre Fahnen und feierten mit einem Autokorso den Erfolg ihrer Mannschaft.

dpa

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