Bologna-Reform

Studenten gehen seltener ins Ausland als erhofft

München - Die Hoffnungen an die Bologna-Reform waren hoch: Studenten sollten mehr Anreize haben, im Ausland zu studieren. Das hat nicht geklappt.

Die europaweite Standardisierung der Hochschulabschlüsse hat ein Hauptziel verfehlt: Obwohl nun EU-weit das angelsächsischen Bachelor/Master-Abschlüsse eingeführt sind, studiert der akademische Nachwuchs nicht häufiger im Ausland als vor der Reform. „Das hat ganz sicher nicht funktioniert, die Mobilität zu erhöhen“, sagte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch im Hochschulausschuss des Landtags. Auch innerhalb Deutschlands sei die Mobilität der Studenten nicht gestiegen.

Mehr Masterstudienplätze

Die Standardisierung der Studienabschlüsse war von den europäischen Bildungsministern 1999 im italienischen Bologna beschlossen worden, Sitz einer der ältesten Universitäten der Welt. Studenten sollten damit überall studieren und die Leistungen überall anrechnen lassen können.

Für den Ausbau der Masterstudiengänge stellt die Staatsregierung den bayerischen Hochschulen 30 Millionen Euro im Zeitraum von vier Jahren zur Verfügung. Spaenle betonte, die Regierung mache den Hochschulen keine Vorgaben, wie sie das Geld einsetzen.

dpa

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