Drei Monate nach Familiendrama

In U-Haft: Vater erhängt sich in der Dusche

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Das Wohnhaus in Treuchtlingen, aus dem ein Vater seine drei kleinen Kinder aus dem Fenster seiner Wohnung geworfen hat. Anschließend sprang der Mann selbst hinterher.

Ansbach/Treuchtlingen - Drei Monate nach einem erschütternden Familiendrama hat der in Untersuchungshaft sitzende Familienvater Selbstmord begangen: Er erhängte sich in der Dusche.

Der 30-Jährige habe sich beim morgendlichen Duschen erhängt, berichtete der Leitende Ansbacher Oberstaatsanwalt Gerhard Karl am Freitag. Anders als in ihren Zellen würden Häftlinge zum Schutz ihrer Intimsphäre beim Duschen nicht überwacht, erläuterte Karl.

Der Mann habe zwar in der Haftanstalt noch wiederbelebt werden können, sei dann aber später in der Klinik seinen Verletzungen erlegen. Die Behörden hatten daher zunächst von einem Selbstmord-Versuch gesprochen. „Der Mann hatte leider keine Chance in der Klinik, so dass wir nachträglich von einem Selbstmord sprechen müssen“, sagte Karl.

Der 30-Jährige hatte Mitte März seine drei Kinder aus dem zweiten Obergeschoss eines Treuchtlinger Mehrfamilienhauses geworfen, Auslöser war die Trennung seiner Frau. Anschließend sprang der 30-Jährige hinterher. Polizisten, die von Nachbarn alarmiert worden waren, hatten die Taten nicht mehr verhindern können. Die drei Kinder wurden mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht. Der Vater selbst kam mit leichteren Verletzungen davon.

dpa

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