150 Einsatzkräfte vor Ort

Feuer auf Campingplatz: Großes „Inferno“ - und es hätte noch viel schlimmer kommen können

Die Wohnwagen brannten völlig aus.
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Die Wohnwagen brannten völlig aus.

Aus ungeklärter Ursache kam es am Samstag auf einem Campingplatz am Chiemsee zu einem Großbrand. Sieben Wohnwagen wurden zerstört, zwei Ersthelfer mussten ins Krankenhaus. Der Schaden geht in die Hunderttausende.

Übersee – Es ist Samstagmittag, 12.05 Uhr, als bei der Feuerwehr der Notruf eingeht. Auf dem Chiemsee-Camping im Überseer Ortsteil Feldwies brennt es. Innerhalb kürzester Zeit schlagen die Flammen meterhoch, eine weit sichtbare Rauchsäule steigt in den Himmel. Schnell fordert Zugführer Tobias Plenk, der mit der Überseer Feuerwehr als erstes vor Ort ist, Unterstützung für den Großbrand an.

Übersee am Chiemsee: Mehrere Feuerwehren kämpfen eineinhalb Stunden gegen die Flammen

Es sind rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Polizei am Samstag vor Ort. Eineinhalb Stunden kämpfen die Feuerwehren Übersee, Grassau, Unterwössen, Grabenstätt und Traunstein am Rödlgries gegen die Flammen an. Die Wasserversorgung kam aus dem Chiemsee

„Als wir vor Ort eintrafen, hat es mehrere laute Knallgeräusche durch abströmende Gasflaschen gegeben“, berichtet Zugführer Anton Plenk später. Er entscheidet, dass zunächst das Flaschengaslager durch eine Wasserwand von den brennenden Wohnwägen geschützt und geräumt wird. Das Flaschenlager ist fünf Meter vom Brand entfernt. In dem Lager befinden sich zu diesem Zeitpunkt circa 50 graue Stahlflaschen. Die 5- und 11-Kilogrammflaschen tauscht die Betreiberfamilie für die Campingsplatzgäste aus.

Die Feuerwehr löschte später Glutnester.

Durch die Wasserbarriere „konnte Schlimmeres verhindert werden“, sagt Hubert Hobmaier vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. „Wäre es nicht gelungen, das Flaschenlager zu schützen, hätte der Brand eine noch größere Dimension erreicht.

Feuer auf Campinplatz: Zwei Menschen müssen ins Krankenhaus.

„Ein solches Inferno auf einem Campingplatz habe ich in den vergangenen 25 Jahren nicht erlebt“, sagt der erfahrene Feuerwehrler am Tag nach dem Brand. Bereits nach zehn Minuten hat die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle, kann aber nicht verhindern, dass vier Wohnwagen komplett ausbrennen. Drei weitere Anhänger sowie ein Pkw werden erheblich beschädigt. Die Polizei spricht von 200.000 Euro Schaden. Überwiegend sind Dauercamper betroffen. Sie wohnen in der nahen Umgebung.

Zwei Menschen müssen ins Krankenhaus. Nach Auskunft der Rettungsdienste erlitten sie einen Schock.

Eine Rauchsäule stieg am Chiemsee auf.

Die Kriminalpolizei Traunstein* ermittelt die Brandursache. Erste Untersuchungen am Brandort hätten keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Es sei aller Wahrscheinlichkeit von einem technischen Defekt auszugehen.

Laut Information der Betreiberfamilie läuft der Betrieb auf dem Feriengelände weiter. Der Campingplatz war erst zu Pfingsten wiedereröffnet worden. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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