Spatenstich am Dienstag

Umstrittene A94 von München nach Passau wächst

Schambach - Die vor allem bei Naturschützern umstrittene Autobahn 94 von München Richtung Passau wächst um sechs Kilometer. Das Teilstück lässt sich der Freistaat einiges kosten.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) setzte am Dienstag den symbolischen Spatenstich für den Bau des Abschnittes von Malching nach Kirchham in Niederbayern. In das Teilstück werden an die 80 Millionen Euro investiert.

Die A94 ist nach den Worten Dobrindts neben der Anbindung des Chemiedreiecks um Burghausen und Altötting an München eine leistungsstarke Ost-West-Achse nach Österreich, Tschechien und Südosteuropa. Die bestehende Bundesstraße 12 als derzeitige Ost-West-Verbindung stoße hingegen mit einem Aufkommen von täglich bis zu 23 000 Fahrzeugen und einem hohen Schwerverkehrsanteil an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Außerdem ziehe sie sich durch viele Ortschaften und sei sehr unfallträchtig.

Um den Bau der Autobahn durchs Tal des Flusses Isen in Oberbayern hatte es jahrzehntelange Auseinandersetzungen gegeben. Am Ende verloren die Trassengegner alle Prozesse. Die Bagger haben dort längst Fakten geschaffen. Die 150 Kilometer lange A94 mündet bei Pocking in die A3 nach Passau. Gut 80 Kilometer sind bereits fertig, 40 im Bau. Für den Rest laufen die Planungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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