Unfall auf A3: Opfer wollten Onkel besuchen

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Polizeibeamte nehmen am Dienstag an der Autobahn A3 bei Windhagen einen Unfall auf, an dem ein PKW, ein Kleintransporter und ein LKW beteiligt waren. In dem PKW kamen vier Personen ums Leben.

Windhagen/Schweinfurt - Bei den Opfern des tragischen Unfalls handelte es sich um vier Generationen einer Familie aus Schweinfurt. Berichten zufolge waren sie auf dem Weg zu einem Onkel.

Eine Wickeltasche und Teile eines Kinderwagens neben einem völlig demolierten Auto zeugen von dem grauenhaften Unfall: Vier Menschen - darunter ein fünf Monate altes Baby und seine Mutter - sind am Dienstag auf der Autobahn Rüsselsheim-Köln (A3) ums Leben gekommen, als ihr Wagen auf einem Rastplatz unter einen Sattelzug geschoben wurde.

Die Opfer kommen aus Schweinfurt. Nach Polizeiangaben war der Fahrer eines Kleinbusses bei Windhagen (Rheinland-Pfalz) aus zunächst unbekannter Ursache mit hoher Geschwindigkeit auf den Wagen der vier aufgefahren, der bereits auf der Rastplatzzufahrt war. Das Auto wurde mit “erheblicher Energie“ unter den Auflieger geschoben und eingeklemmt. Dabei wurde der Fahrgastraum des Wagens so stark zusammengedrückt, dass die Insassen nicht überleben konnten. Die Opfer aus Unterfranken seien miteinander verwandt.

Wie die "Bild" berichtet, brachen die 69-jährige Ur-Oma, Oma (46) und Mutter (24) mit dem fünf Monate alten Säugling um 5.45 Uhr in Schweinfurt auf. Ihr Ziel sei ein Onkel in Aachen gewesen. Vier Stunden später endete ihre Fahrt am Rastplatz "Hambitz".

Schrecklicher Unfall auf einem Rastplatz der A3

Vier Menschen sterben bei schrecklichem Unfall auf der A3

Nähere Angaben wollte die Polizei nicht machen. Die Feuerwehr musste die Toten mit der Rettungsschere aus dem Wrack des roten Autos bergen, das zunächst ohne Dach auf dem Rastplatz stand. Der weiße Unglückstransporter hatte sich unweit davon auf einer Leitplanke verkeilt. Der 31 Jahre alte Fahrer wurde leicht verletzt und stand unter schwerem Schock. Ein Gutachter soll klären, wie es zu dem Unfall kam. Laut "Bild" prüft die Polizei den hergang sogar anhand von Helikopterbildern. Der Sachschaden wurde von der Polizei in Koblenz mit etwa 50 000 Euro beziffert.  

dpa

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