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Zerstörtes Gerüst und umgestürzte Bäume: Unwetter in Mittelfranken hinterlässt große Schäden

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Von: Tanja Kipke

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Ein Baugerüst stürzte in Fürth wegen des Gewitters ein.
Ein Baugerüst stürzte in Fürth wegen des heftigen Sturms ein. © NEWS5 / Oßwald

Erneut hat ein schweres Unwetter Bayern getroffen. Der DWD hatte vorab gewarnt. Verwüstung hinterließen die Gewitter auch in Nürnberg und Umgebung.

Nürnberg - Die Gewitterfront, die gestern Abend (29. Juni) über Mittelfranken hinwegzog, hat schwere Schäden hinterlassen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor eine „Vorabinformation Unwetter vor schweren Gewittern“ herausgegeben. Diese Vorab-Info galt für Nürnberg* ab 17 Uhr. Heftiger Starkregen und orkanartige Sturmböen richteten enorme Schäden an und hielten die Einsatzkräfte in Atem.

Nürnberg: Schwere Gewitter treffen Mittelfranken und hinterlassen große Schäden

Während des Unwetters* gingen in der Integrierten Leitstelle Nürnberg zwischen 17 Uhr und 20 Uhr insgesamt 232 Notrufe ein, wie die Feuerwehr* in einer Mitteilung schreibt. Daraus gingen insgesamt 88 unwetterbedingte Einsätze hervor. „Dabei handelte es sich in erster Linie um Sturmschäden in Form von umgestürzten Bäumen, losen Teilen an Gebäuden und abgebrochenen Ästen auf der Fahrbahn.“

Umgestürzte Bäume sorgten für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in Mittelfranken.
Umgestürzte Bäume sorgten für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in Mittelfranken. © NEWS5 / Oßwald

Besonders schwer getroffen hat es diesmal die Stadt Nürnberg und die Stadt und den Landkreis Fürth*. In Nürnberg waren die Wachen der Berufsfeuerwehr und acht Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. In Fürth stürzte wegen des heftigen Sturms sogar ein Baugerüst ein. Verletzt wurde dabei niemand.

Auch der Bahnverkehr war zeitweise von dem Unwetter beeinträchtigt. Verbindungen zwischen Stuttgart und Nürnberg und Nürnberg und München betroffen. Sie seien vorübergehend eingestellt worden.

Feuerwehr konnte dank der Vorwarnung „rechtzeitig in den Unwetterbetrieb wechseln“

Wegen der Vorwarnung des DWD sei das Unwetter absehbar gewiesen und man habe daher „rechtzeitig in den Unwetterbertrieb wechseln“ können, wie die Feuerwehr in der Mitteilung schreibt. Dafür wurde die Rufbereitschaft und speziell geschulte Einsatzkräfte der Feuerwache 5 zur Notrufannahme herangezogen. So konnte verhindert werden, dass in der Situation der Massenanrufe dringende Notfälle übersehen werden.

Am Mittwochmorgen hob der DWD zunächst alle Warnungen vor schweren Gewittern* auf. „Die Gewitterlage hat sich vorerst beruhigt“, hieß es in einer Mitteilung. Am schwersten getroffen hatte es letzte Nacht (29. Juni) die Stadt Landshut in Bayern. Dort schlossen die Wassermassen ganze Autos ein und die Feuerwehr musste die Insassen befreien. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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