Urteil bestätigt: Lebenslang für mordende Mutter

Weiden/Karlsruhe - Weil sie sich nach der Schwangerschaft nicht mehr schön fühlte, tötete eine 25-Jährige ihr Kind. Lebenslang lautete das Urteil, das nun auch vom BGH bestätigt wurde.

Nach dem Mord an einem acht Monate alten Baby hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Verurteilung der Mutter zu lebenslanger Haft bestätigt. Die Karlsruher Richter hätten die Revision der Frau abgelehnt, teilte das Weidener Landgericht am Freitag mit.

Das Oberpfälzer Gericht hatte die damals 25-Jährige im Dezember 2010 verurteilt, weil die Frau ihrem Sohn die Kehle zugedrückt und ihn mit einem Pullover erstickt hatte. Nach Ansicht der Strafkammer hasste die Mutter ihr Kind, weil sie sich nach der Schwangerschaft nicht mehr so schön fühlte wie vorher. Die Frau habe dem kleinen Gero vorgeworfen, ihren einst makellosen Körper zerstört zu haben.

Die Richter sahen das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe als erfüllt. Der BGH wies den Vorwurf des Verteidigers, im Urteil sei das Gericht nicht auf alle Zeugenaussagen eingegangen, als unbegründet zurück. Der Verteidiger hatte auf Totschlag plädiert und eine maximal zehnjährige Gefängnisstrafe gefordert.

Die junge Mutter hatte nach der Tat den Leichnam drei Tage auf der Waschmaschine im Badezimmer liegen lassen. Der getrennt lebende Vater fand das tote Baby und rief die Polizei.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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