Wirt mit Hammer erschlagen

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Das Urteil gegen den 34-jährigen Täter wird am Mittwoch gesprochen.

Weiden - Sieben Mal schlug ein 34-Jähriger mit voller Wucht auf den Wirt des “Ortsrichter-Stüberls“ ein. Das Urteil wird am Mittwoch vor dem Landgericht Weiden gesprochen

Sieben Mal schlug der Täter mit voller Wucht auf den Wirt des “Ortsrichter-Stüberls“ ein - anschließend flüchtete er mit Beute aus dem Tresor. Elf Monate nach der tödlichen Hammerattacke im oberpfälzischen Reuth bei Erbendorf soll an diesem Mittwoch vor dem Landgericht Weiden das Urteil gegen den 34-Jährigen gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem gelernten Schweißer Raubmord vor.

Im Prozessverlauf hatte der 34-Jährige zugegeben, den Wirt im Streit erschlagen zu haben. Eine Mordabsicht aus Habgier wies er jedoch zurück. Der Angeklagte habe zudem angegeben, er habe den Tresor erst bemerkt und geöffnet, als er die Leiche in einen anderen Raum gezogen hatte, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Zwei Gutachter gehen jedoch davon aus, dass der Wirt dort erschlagen wurde, wo auch seine Leiche entdeckt worden war.

Nach der Tat war der Mann mit einem Taxi in die Tschechische Republik geflüchtet. Eine Woche später wurde ihm eine weitere Straftat zum Verhängnis. Bei dem Versuch, in Polen ein Auto zu stehlen, wurde er festgenommen.

Laut psychiatrischem Gutachten ist der Angeklagte voll schuldfähig. Zudem sei nach Angaben des Gutachters die Voraussetzung der vorbehaltenden Sicherungsverwahrung gegeben. Diese sieht vor, dass nach Ende der Haftstrafe erneut eine Prognose über die Gefährlichkeit des Mannes erstellt werden muss.

dpa/lby

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