Verdi ruft Einzelhandel zum Streik auf

München - Die Gewerkschaft Verdi ruft am heutigen Montag rund 40 Betriebe in ganz Bayern zu Warnstreiks auf. Es geht um sechs Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeber weisen die Forderung als unrealistisch zurück.

Am Mittwoch war die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 335.000 Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel in München ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Verdi forderte sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber boten zum Auftakt der Verhandlungen aber nur 1,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt an.

“Vor zwei Monaten wurde dieses Angebot schon wortgleich in Hessen vorgelegt“, sagte Manfred Wages, Streikleiter in Nürnberg. Seither habe sich trotz der vielen Verhandlungen in den anderen Bundesländern nichts bewegt. “Jetzt müssen wir eben Druck in den Betrieben machen.“

Die Arbeitgeber hatten die Forderung der Gewerkschaft nach einem Plus von sechs Prozent als unrealistisch und indiskutabel zurückgewiesen. “Über solche Forderungen der Gewerkschaft kann man nur den Kopf schütteln“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Bayern, Martin Aigner. Die aktuelle Lage im bayerischen Einzelhandel lasse überhaupt keinen Spielraum für derartige Erhöhungen.

Am 20. Mai gehen die Verhandlungen in die zweite Runde. Eine rasche Einigung gilt angesichts der unterschiedlichen Positionen als unwahrscheinlich.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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