Verhungerte Sarah: Prozess-Verzögerung wegen Krebs

Ein Bild der kleinen Sarah auf dem Schoß ihres Vaters.

Nürnberg - Im Prozess um den Hungertod des Mädchens Sarah kommt es wegen der schweren Erkrankung der angeklagten Mutter zu Verzögerungen.

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Die Strafkammer habe die beiden für kommende Woche geplanten Termine abgesetzt, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Die 27-Jährige sei auf Anregung ihres Verteidigers ärztlich untersucht worden, die Ergebnisse lägen der Kammer aber noch nicht vor. Es sei aber noch keine Entscheidung über die Verhandlungsfähigkeit der Angeklagten gefallen, betonte der Sprecher.

Die Hausfrau aus dem mittelfränkischen Thalmässing ist nach Auskünften ihres Anwaltes schwer an Krebs erkrankt, in den vergangenen Tagen habe sich ihr Zustand erneut verschlechtert.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, ihre Tochter Sarah 2009 dermaßen vernachlässigt zu haben, dass das Mädchen im Alter von drei Jahren an Unterernährung starb. Wegen ihrer Erkrankung galt die Angeklagte zunächst als verhandlungsunfähig. Nach einem neuerlichen medizinischen Gutachten im März kam die Strafkammer aber zur Auffassung, dass die Frau zwei Stunden täglich vor Gericht erscheinen kann. Sie kam zudem in Untersuchungshaft. Zuvor war sie in einem Hospiz - einer Einrichtung zur Sterbebegleitung - untergebracht.

dpa

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