Revision: Fall „Jessica" landet vor dem BGH

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Die im Fall "Jessica" wegen Mordes angeklagte Denise R.

Nürnberg/Erlangen - Der Fall der getöteten Erlangerin „Jessica“ beschäftigt nun auch den Bundesgerichtshof (BGH). Die Angeklagte bestreitet den Mord bis heute. Ihr Verteidiger ist in Revision gegangen.

Der Verteidiger der 30 Jahre alten Angeklagten sei gegen das Urteil von Mitte Dezember 2011 in Revision gegangen, teilte ein Sprecher des Landgerichts Nürnberg-Fürth am Donnerstag auf Anfrage mit. Der Verteidiger hatte einen solchen Schritt schon direkt nach dem zweitinstanzlichen Urteil angedeutet.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte die 30-Jährige wegen Mordes an ihrer Freundin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Strafkammer hatte es als erwiesen angesehen, dass die Frau ihre Freundin „Jessica“ tötete, um einen EC-Kartenbetrug zu vertuschen - diese Vertuschungsabsicht gilt juristisch als Mordmerkmal. In erster Instanz hatten die Richter die Tat noch als Totschlag eingestuft und eine Haftstrafe von 14 Jahren verhängt. Die Angeklagte bestreitet die Tat. Das Gericht musste sich daher bei der Aufklärung der Bluttat auf Indizien stützen.

dpa

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