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Viele Unfälle bei Schnee und Glätte: Warnung vor Lawinen

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Verkehrsschild Schnee- oder Eisglätte
Ein Verkehrsschild, auf dem vor Schnee- und Eisglätte gewarnt wird, ist mit Schnee bedeckt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Autofahrer geraten ins Rutschen, andere bleiben im Tiefschnee stecken. Der Winter beherrscht viele Straßen in Bayern. Entwarnung geben Experten für die nächsten Tage erst einmal nicht.

München - Schnee und Glätte haben Autofahrer in Bayern in Not gebracht. Die Polizei berichtete am Dienstag von zahlreichen wetterbedingten Unfällen, es gab auch Verletzte. Im südlichen Oberbayern, etwa im Bereich Schliersee und Irschenberg (Landkreis Miesbach), waren die Räumdienste im Dauereinsatz. Doch auch in anderen Regionen Bayerns macht der Schnee das Autofahren gefährlich.

Schwer verletzt hat sich ein 65-jähriger Autofahrer in Unterfranken. Er rutschte in der Nacht zum Dienstag auf einer Bundesstraße bei Geroda (Landkreis Bad Kissingen) von der Fahrbahn und überschlug sich im Straßengraben, wie die Polizei mitteilte. Das Auto musste abgeschleppt, der Fahrer ins Krankenhaus gebracht werden.

Ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurden eine 59 Jahre alte Frau und ihr 86-jähriger Beifahrer nach einem Unfall in der Oberpfalz. Das Auto kam am Montagmittag bei Altendorf (Landkreis Schwandorf) von der Fahrbahn ab, rollte die Böschung hinunter und prallte gegen einen Baum.

Auf der Autobahn 9 bei Schnaittach (Landkreis Nürnberger Land) kam es laut Polizei bei nasser Fahrbahn innerhalb von zehn Minuten zu drei Unfällen mit fünf Verletzten. Ein Transporter kam nach rechts von der Straße ab, stieß frontal gegen die Böschung und kippte um. Fahrer und Beifahrer wurden leicht verletzt. Wenig später streifte ein Autofahrer die linke Betonleitwand und verletzte sich leicht. Kurz danach stieß ein 30-jähriger Autofahrer ebenfalls gegen die Betonwand, sein Auto blieb quer zur Fahrbahn stehen.

Im oberfränkischen Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) rutschte ein Lkw in den Straßengraben und prallte gegen einen Wasserdurchlauf. Wie die Polizei berichtete, lief eine geringe Menge Öl aus dem verunglückten Laster in das Rinnsal. Bauhof und Feuerwehr verhinderten Schlimmeres. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Gegen die Leitplanke prallte ein 46-Jähriger bei Schneeglätte auf der Autobahn 3 auf Höhe von Hofkirchen (Landkreis Passau). Nach Angaben der Polizei war er zu schnell unterwegs. Das Auto wurde schwer beschädigt, der Fahrer blieb unverletzt.

Auch auf der Bundesstraße 300 bei Krumbach (Landkreis Günzburg) stieß ein Fahrer gegen die Leitplanke. Auf der B16 bei Baisweil (Kreis Ostallgäu) prallten zwei Fahrzeuge auf der glatten Fahrbahn aufeinander. Verletzt wurde bei beiden Unfällen niemand, wie die Polizei mitteilte.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte in ganz Bayern vor Frost und Glätte. Bis zum Donnerstag rechnen die Meteorologen mit weiteren ergiebigen Schneefällen, vor allem im Gebirge. Oberhalb von etwa 1000 Metern können bis zu 70 Zentimeter Schnee fallen, in höheren Staulagen bis 100 Zentimeter, in den Allgäuer Alpen auch bis zu 130 Zentimeter, teilte der DWD am Dienstagvormittag in München mit.

Der Lawinenwarndienst Bayern warnt vor erhöhter Lawinengefahr im Alpenraum. „Die Lawinengefahr ist oberhalb 1400 m erheblich, darunter ist sie mäßig“, heißt es in einer aktuellen Meldung des Lawinenwarndienstes. dpa

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