Vier Jahre Haft für Masskrugschläger

Landsberg - Urteil im Prozess um eine gefährliche Masskrugschlägerei in Landsberg hat das Gericht einen 32-Jährigen zu vier Jahren Haft verurteilt - wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Die Urteilsbegründung:

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Masskrugschläger in U-Haft

Nach Überzeugung der Richter hat der Mann bei einem Volksfest in Landsberg a. Lech im Juni 2010 einem 30-Jährigen mit einem teilweise gefüllten Masskrug so heftig gegen den Kopf geschlagen, dass der Krug dabei zerbrach. Das Opfer erlitt eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Kopf und mehrere Schnittwunden durch die Glassplitter.

Mit dem Urteil folgten die Richter weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte fünf Jahre Freiheitsstrafe verlangt, da der Angeklagte den Tod des 30-Jährigen zumindest billigend in Kauf genommen habe. Auch ein Sachverständiger hatte im Prozess angegeben, dass ein Masskrug tödliche Verletzungen verursachen kann. Die Verteidigung hingegen forderte maximal zwei Jahre Haft auf Bewährung, da kein Tötungsvorsatz vorgelegen habe.

Masskrugschlägereien sind bei Volksfesten ein immer größer werdendes Problem. Beim Münchner Oktoberfest zählten die Behörden im vergangenen Jahr 62 Zwischenfälle, bei denen mit den schweren Krügen zugeschlagen wurde - im Jahr zuvor waren es 42. In zwei Fällen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.

dpa

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