Waldbesitzer gegen Umweltschutz-Einschränkung

München - Der bayerische Waldbesitzerverband wehrt sich gegen zusätzliche Stilllegungen von Forstflächen aus Umweltschutzgründen.

“Eine naturnähere Wirtschaft als die Forstwirtschaft gibt es nicht“, sagte der Geschäftsführer des Waldbesitzerverbandes, Hans Baur, am Freitag in München. Die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung sehe vor, fünf Prozent des privaten und zehn Prozent des öffentlichen Waldes aus ökologischen Gründen nicht zu nutzen. “Diese Zahl ist durch nichts gerechtfertigt“, sagte Baur. Wenn es Stilllegungen gebe, müssten diese fachlich begründet sein.

“Die Forstwirtschaft ist nicht das Problem, sondern ein Teil der Lösung, weil wir CO2 aus der Luft nehmen“, sagte Baur. Gerade auf dem Weg zur Energiewende dürfe sie nicht zu stark reglementiert werden. Zudem werde nicht einmal alles nachwachsende Holz geschlagen. “Wir schöpfen nicht das aus, was jährlich zuwächst.“ Die Waldfläche wachse in Bayern vielmehr jährlich um rund 200 Hektar. “Warum wir dann gegängelt werden sollen, ist für uns nicht nachvollziehbar.“

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