Verkehr teilweise lahmgelegt

Nach ÖPNV-Streik in Bayern: Verdi plant Aktionen in Krankenhäusern - „Nadelstiche“ und Warnsignale

Nürnberg: Autos stauen sich in der Innenstadt vor der Kulisse der Kaiserburg.
+
Streik im ÖPNV: In Nürnberg staute sich der Verkehr.

Für Dienstag (29. September) hatte die Gewerkschaft Verdi in elf bayerischen Städten zum Streik im ÖPNV aufgerufen. Mancherorts wurden Busse oder Bahnen komplett lahmgelegt.

  • Die Gewerkschaft Verdi rief zum Streik im ÖPNV auf.
  • Am Dienstag (29. September) wurde auch in elf bayerischen Städten gestreikt.
  • Am Mittwoch (30. September) geht der Streik weiter. Betroffen sind diesmal Krankenhäuser.

Update vom 30. September, 9.22 Uhr: Nach den Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr am Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten für Mittwoch zu Aktionen in bayerischen Krankenhäusern aufgerufen. An rund zwei dutzend Orten soll es Warnstreiks, Kundgebungen und andere Aktionen geben. In München hat Verdi die Beschäftigten unter anderem zu Protesten vor der Stadtratssitzung im Gasteig aufgerufen, in Nürnberg soll es eine Kundgebung vor dem Gesundheitsministerium geben. In Bayreuth ist ein ganztägiger Warnstreik geplant - ansonsten handle es sich in den meisten Fällen zunächst noch um Warnsignale und gezielte „Nadelstiche“, sagte Kathrin Weidenfelder von Verdi am Mittwoch.

Die Patientenversorgung soll aber überall sichergestellt sein: Wo dies notwendig sei, seien mit den Arbeitgebern Notdienstvereinbarungen geschlossen worden, hieß es von Verdi. Bis Freitag soll es in Bayern zudem Warnstreiks in weiteren kommunalen Einrichtungen geben. Betroffen sind beispielsweise Kitas oder die Müllabfuhr.

ÖPNV-Warnstreik in Bayern: Betrieb seit dem Abend wieder aufgenommen

Update vom 29. September, 18.57 Uhr: Die Münchner U-Bahnen, Trams und Busse haben nach dem ganztägigen Warnstreik der Beschäftigten am Dienstagabend den Betrieb wieder aufgenommen. „Seit 18 Uhr ist der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi beendet“, teilte die Verkehrsgesellschaft MVG am Abend mit. Auf einzelnen Linien sollte es noch Ausfälle geben, die anderen spätestens ab 21 Uhr wieder im gewohnten Takt fahren.

Der Warnstreik hatte auf den Straßen und Radwegen der Millionenstadt zu mitunter chaotischen Verhältnissen geführt. Auch in zehn anderen bayerischen Städten hatte Verdi die Beschäftigten von kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Omnibusunternehmen zum Arbeitskampf aufgerufen: in Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Landshut, Fürth, Coburg, Bamberg, Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt. In Würzburg fielen zudem Müllabfuhr und Straßenreinigung aus.

Update vom 29. September, 13.33 Uhr: Nun gibt es ein erstes Fazit zum bundesweiten Warnstreik. In nahezu allen größeren Städten in Bayern hat der Streik den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt - vielerorts fuhren Busse und Bahnen nur vereinzelt. Schulkinder und Berufstätige mussten längere Wartezeiten in Kauf nehmen oder aufs Auto, Taxi oder Fahrrad umsteigen.

In elf bayerischen Städten traten die Beschäftigten von kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Omnibusunternehmen von den frühen Morgen an in den Warnstreik - darunter in München, Nürnberg, Augsburg und Würzburg. In München fielen die U-Bahnen aus, die Straßenbahnen und Busse waren nur eingeschränkt unterwegs. „In Augsburg* fährt so gut wie gar nichts“, sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Es seien nur vereinzelt Busse und Straßenbahnen im Einsatz.

Warnstreiks in Bayern: Drohen weitere Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr?

Die Nürnberger VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft hatte einen Streikfahrplan eingerichtet: Statt U-Bahnen und Straßenbahnen fuhren Busse entlang des Nachtliniennetzes. Ab 8 Uhr habe es zunehmend Probleme gegeben, weil sich diese mit den Autos auf den vollen Straßen stauten (siehe Update vom 29. September, 12.14 Uhr).

Nach diesem Dienstag herrscht im öffentlichen Nahverkehr erst einmal Ruhe: Weitere Warnstreiks müssten Pendler in dieser Woche nicht mehr fürchten, gab der bayerische Verdi-Bereichsleiter Kai Winkler an. Für die nächste Zeit seien weitere Streiks aber nicht auszuschließen, sollten die Arbeitgeber weiterhin nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen.

ÖPNV-Streik in Bayern: Massive Verkehrsbehinderungen in Nürnberg - Busse kommen nicht voran

Update vom 29. September, 12.14 Uhr: Der Warnstreik im ÖPNV in Bayern läuft weiter. In Nürnberg* kam es am Morgen in der Innenstadt bereits zu massiven Verkehrsbehinderungen. Wie nordbayern.de mitteilt, kam es ab 8 Uhr zu größeren Staus.

Auch für Busse gab es in der Innenstadt deshalb teilweise kein Durchkommen mehr. Von der Haltestelle „Plärrer" bis zum Nürnberger Hauptbahnhof brauchten Busse aufgrund der Verkehrslage für 1,7 Kilometer teilweise eine Stunde. Normalerweise lässt sich diese Strecke in rund fünf Minuten zurücklegen.

ÖPNV-Streik legt Städte in Bayern lahm: Kunden mit massiven Corona-Sorgen - „verantwortungslos“

Update vom 29. September, 10.13 Uhr: Der Warnstreik im ÖPNV in Bayern ist in vollem Gange - mitten in der Corona-Pandemie. Eine Person schrieb deshalb auf Twitter: „Wenn möglich, nicht den Bus nehmen. Brechend voll. Abstand nicht möglich“ (siehe Update von 7.54 Uhr). Nun übt eine weitere Person über das soziale Netzwerk Kritik: „Ich bin in der Gewerkschaft und Warnstreik ist ein gutes Recht. Aber das im ÖPNV während Corona zu machen und damit für überfüllte Bahnen zu sorgen, ist verantwortungslos und gesundheitsgefährdend!“

In den sozialen Netzwerken entbrennt jedoch eine Diskussion darüber, wer denn nun Schuld am Verkehrschaos sei. Während die einen die Streik-Entscheidung bei Verdi anprangern, sehen die anderen die Arbeitgeberseite in der Verantwortung.

Warnstreik im ÖPNV: Auch München betroffen - Erste Auswirkungen sichtbar

Update vom 29. September, 7.54 Uhr: In vielen Orten Bayerns steht seit dem Morgen der öffentliche Nahverkehr in großen Teilen still oder rollt nur eingeschränkt. Der Warnstreik sei wie geplant angelaufen, so ein Verdi-Sprecher. In elf bayerischen Städten wird heute gestreikt, unter anderem in München. Dort fielen am Morgen die U-Bahnen aus, Straßenbahnen und Busse fuhren nur vereinzelt. „In Augsburg fährt so gut wie gar nichts“, sagte ein Sprecher der Stadtwerke.

Die Nürnberger VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft hat einen Streikfahrplan eingerichtet. Statt U-Bahnen und Straßenbahnen fahren Busse entlang des Nachtliniennetzes. Diese seien am Morgen sehr voll gewesen, so eine Sprecherin. Normalerweise transportiere die VAG 600.000 Fahrgäste am Tag. „Da sind 14 Linien ein kleines Angebot.

ÖPNV-Streik auch in München: „Wenn möglich, nicht den Bus nehmen. Brechend voll“

Auch in München zeigen sich die ersten Auswirkungen des Warnstreiks. So schreibt ein Twitter-Nutzer: „Wenn möglich, nicht den Bus nehmen. Brechend voll. Abstand nicht möglich. Verkehrsaufkommen in München so groß, dass plötzliche Vollbremsungen unvermeidbar sind. Kommt gut an, oder besser: Fernarbeit, wo möglich, um die Infektionsgefahr zu minimieren.“

Gestreikt wird auch in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Die Beschäftigten wollen dadurch den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöhen. Betroffen waren nach Gewerkschaftsangaben die Kitas in Augsburg, Stadtverwaltungen in Oberfranken, Schwaben und Oberbayern sowie teilweise die Stadtreinigung in Unterfranken.

Warnstreik im ÖPNV in Bayern: „Die Lage ist ernst“

Update vom 29. September, 6.23 Uhr: Heute wird gestreikt. In elf bayerischen Städten hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten von kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Omnibusunternehmen zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Verkehrsbetriebe kündigten an, dass Busse und Bahnen deshalb den ganzen Tag über nur eingeschränkt fahren oder sogar ganz ausfallen könnten.

Verdi fordert einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Die Arbeitgeber lehnen dies nach Angaben von Verdi bisher allerdings ab. „Die Lage ist ernst, der Warnstreik ein deutliches Signal an die Arbeitgeber, Verhandlungen aufzunehmen“, so Bayerns Verdi-Bereichsleiter Kai Winkler. In allen 16 Bundesländern laufen derzeit Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV.

Warnstreik trotz Corona: Elf bayerische Städte betroffen - Verkehr wird lahmgelegt

Warnstreiks gibt es Verdi zufolge in München, Nürnberg*, Augsburg, Regensburg*, Landshut, Fürth, Coburg, Bamberg, Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt. In Regensburg wird nach Angaben der Stadtwerke der Busverkehr komplett lahmgelegt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft geht davon aus, dass die U-Bahnen in der Landeshauptstadt überhaupt nicht fahren können, Straßenbahnen und Busse nur teilweise.

ÖPNV-Streik am Dienstag: Elf bayerische Städte betroffen - Verkehr mancherorts fast vollständig lahmgelegt

Erstmeldung vom 28. September: München - Am Dienstag (29. September) werden in ganz Bayern Warnstreiks im ÖPNV stattfinden. In elf bayerischen Städten wird der öffentliche Personen-Nahverkehr dadurch nahezu komplett lahmgelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten von kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Omnibusunternehmen zum Arbeitskampf aufgerufen.

ÖPNV-Streik im Freistaat: München und Regensburg stark betroffen

Verdi hatte einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Arbeitnehmer im ÖPNV gefordert. Dies lehnten die Arbeitgeber bisher ab. Die Verkehrsbetriebe kündigten an, dass Busse und Bahnen deshalb den ganzen Tag über nur eingeschränkt fahren oder ganz ausfallen könnten.

Warnstreiks wird es Verdi zufolge in München, Nürnberg, Augsburg*, Regensburg, Landshut, Fürth, Coburg, Bamberg, Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt geben. In Regensburg wird nach Angaben der Stadtwerke der Busverkehr komplett lahmgelegt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft geht davon aus, dass die U-Bahnen in der Landeshauptstadt überhaupt nicht fahren können, Straßenbahnen und Busse nur teilweise.

ÖPNV-Streik in Bayern: Bis Freitag noch weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Die Nürnberger Verkehrs-Aktiengesellschaft hat einen Streikfahrplan eingerichtet: Statt U-Bahnen und Straßenbahnen fahren Busse entlang des Nachtliniennetzes. In Würzburg fallen Bussen, Müllabfuhr und Straßenreinigung aus.

Bereits am Montag hatten Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Bayern ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen waren vor allem Augsburg und München. Bis Freitag soll es in weiteren Städten im Freistaat Warnstreiks in kommunalen Einrichtungen wie Kitas, Kliniken oder Müllabfuhr geben. Die Beschäftigten wollen dadurch den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöhen.

Alle Nachrichten aus Bayern lesen Sie immer bei uns. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gesundheitsamt-Chef zerreißt Söders Corona-Strategie: „Auch wenn ich meine Karriere auf Spiel setze ...“
Gesundheitsamt-Chef zerreißt Söders Corona-Strategie: „Auch wenn ich meine Karriere auf Spiel setze ...“
Feuer-Drama in Franken: Dreijährige stirbt, Familie obdachlos - lief das Kind vor den Feuerwehrleuten davon?
Feuer-Drama in Franken: Dreijährige stirbt, Familie obdachlos - lief das Kind vor den Feuerwehrleuten davon?
Corona-Karte für Bayern zeigt die aktuellen Brandherde: Alle Zahlen aus Landkreisen und Städten
Corona-Karte für Bayern zeigt die aktuellen Brandherde: Alle Zahlen aus Landkreisen und Städten
Berchtesgadener Land: Klagen gegen Corona-Lockdown - Dreifach-Mama wütend wegen „Kollektivstrafe“
Berchtesgadener Land: Klagen gegen Corona-Lockdown - Dreifach-Mama wütend wegen „Kollektivstrafe“

Kommentare