Schulleiter muss zahlen

Geldstrafe wegen geschönter Abi-Noten

Coburg - Weil er Abiturnoten nach oben korrigiert hat, ist ein Coburger Schulleiter zu 5400 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Coburg sprach den Direktor des Casimirianums schuldig.

Der Schulleiter ist wegen Falschbeurkundung im Amt in 86 Fällen schuldig gesprochen worden, wie Justizsprecher Christian Pfab am Montag sagte. Mit 60 Tagessätzen zu je 90 Euro kam der Schulleiter aber glimpflicher davon als im Anfang des Jahres erlassenen Strafbefehl, gegen den er Einspruch eingelegt hatte.

Der Leiter des renommierten Coburger Gymnasiums hatte im vergangenen Jahr als Abiturprüfungsvorsitzender die Bewertung aller Deutsch-Abiturarbeiten um einen Punkt verbessert. Nach Hinweisen auf geschönte Noten untersuchte das Kultusministerium den Fall und kam zu dem Schluss, dass der Direktor zwar fachlich richtig gehandelt habe. Die Notenänderung hätte jedoch in der Lehrerkonferenz beschlossen werden müssen. Die Noten der Schüler blieben unverändert.

Im Februar hatte das Amtsgericht Coburg einen Strafbefehl über 90 Tagessätze gegen den Schulleiter erlassen, gegen den der Schulleiter vorging. Die Verteidigung forderte nun vor Gericht einen Freispruch, die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 100 Euro. Gegen das Urteil könnte der Mann in Berufung gehen, es ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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