„Gemeinsam werden wir das Virus 2021 besiegen“

Corona-Weihnachtsansprache: Aigner rechnet mit Unvernünftigen ab - „Wir müssen mit Ängsten leben“

Ilse Aigner: Schon in ihrer Weihnachtsansprache 2019 prangerte sie Empörungskultur und Stimmungsmache scharf an.
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Ilse Aigner: Schon in ihrer Weihnachtsansprache 2019 prangerte sie Empörungskultur und Stimmungsmache scharf an. (Screenshot)
  • Moritz Bletzinger
    VonMoritz Bletzinger
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Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner hebt in ihrer Weihnachtsansprache den Zeigefinger. Die Politik wurde zu den Corona-Regeln gezwungen, tadelt sie.

  • In ihrer Weihnachtsansprache 2020 findet Ilse Aigner (CSU) tadelnde Worte.
  • Fehlende Eigenverantwortung habe die Politik zu den strengen Corona-Regeln gezwungen.
  • Die bayerische Landtagspräsidentin ist dennoch zuversichtlich, das Coronavirus* 2021 gemeinsam besiegen zu können.

München - Zum Ende eines anstrengenden Jahres ruft Ilse Aigner (CSU*) die bayerischen Bürger auf, den Mut nicht zu verlieren. Die Weihnachtsansprache der Landtagspräsidentin liegt der Deutschen Presse-Agentur sowie dem Bayerischen Rundfunk bereits in Auszügen vor. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird die Rede in voller Länge ausgestrahlt. Die Geschichte von der Geburt Jesu entfalte gerade in schweren Stunden Kraft, bemerkt die CSU-Politikerin.

„Herausforderungen bestehen wir durch Fortschritt. Und den Glauben an das Gelingen“, wie sollte es anders sein, beschäftigt sich Aigner sehr mit der anhaltenden Corona-Pandemie. Während sich Deutschland und Bayern auf den Impfstart vorbereiten, appelliert sie, noch mehr auf Wissenschaft und Innovation zu Vertrauen.

Corona-Krise zu Weihnachten: Ilse Aigner richtet Appell an alle Bürger - und holt zur Schelte aus

Mit diesem Apell schließt Aigner den Kreis zu ihrer großen Schelte. Kritische Stimmen zu Corona-Maßnahmen seien selbstverständlich erlaubt und schließlich ein Kernbestandteil der Demokratie. Verschwörungstheorien* und Inszenierungen waren der Bayerin aber stets in Dorn im Auge.

Weihnachtsansprache 2021 von Ilse Aigner: Politik wurde zu Corona-Regeln gezwungen

„Aber wer böswillig alles in Frage stellt, oder leugnet, überschreitet eine Grenze.“ Zu viel Stimmung werde entgegen aller Vernunft gemacht. Die Politik wurde zu den strengen Corona-Regeln* gezwungen, schimpft sie, auf die Eigenverantwortung habe man sich nicht verlassen können.

Ilse Aigner: Corona-Krise belastet CSU-Politikerin sehr - „Wir müssen mit Ängsten leben“

„Uns fehlt das Spontane, das Ungezwungene. Wir müssen mit Ängsten leben - und immer Regeln im Kopf haben“, bedauert die Landtagspräsidentin diesen Regel-Zwang sehr. Immer wieder würden Entscheidungen getroffen, die hinterfragt werden können, räumt sie ein. Der Debatte will sich Aigner nicht entziehen.

Die Politik trage hier große Verantwortung, müsse immer möglichst das Ganze sehen, „auch die, die keine Lobby haben.“ Mit vielen Menschen habe Aigner in den vergangenen Monaten gesprochen, alle hätten große Sorgen und viele Fragen.

Weihnachtsansprache: Ilse Aigner will Transparenz schaffen - „Gemeinsam werden wir das Virus 2021 besiegen“

„Auch deshalb ist es mir ungemein wichtig“, schließt sie, „dass wir die Debatte von der Straße ins Parlament holen. So schaffen wir Transparenz und machen Haltungen nachvollziehbar.“ Eine Spaltung in der Corona-Krise sieht sie nicht.

„Obwohl wir Abstand halten, sind wir zusammengerückt“, zeigt sich Aigner doch ermutigt, „gemeinsam werden wir das Virus 2021 besiegen!“. Klar ist für sie aber auch: „Das Einzige, was wirklich hilft, ist: Begegnungen dramatisch zu reduzieren.“ *Merkur.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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