Umweltschützer kritisieren die Pläne

Weiter Streit um neue Skilifte im Allgäu

München - Der Streit um neue Liftanlagen und Skipisten am Riedberger Horn im Allgäu geht weiter. Der Umweltausschuss hat Anträge von SPD und Grünen abgelehnt.

Der Streit um neue Liftanlagen und Skipisten am Riedberger Horn im Allgäu geht weiter. Anträge von SPD und Grünen, die Erweiterung des Skigebiets in geschützte Alpengebiete zu verbieten, fanden im Umweltausschuss des Landtags am Donnerstag keine Mehrheit. Derzeit prüft die Staatsregierung in einem „Zielabweichungsverfahren“ unter Federführung des Heimatministeriums, ob eine Ausnahme im Alpenplan möglich ist.

Die betroffenen Gebiete liegen in der strengsten Schutzzone C, in der viele seltene Tierarten leben. „Da geht eigentlich gar nichts“, sagte der Grünen-Umweltpolitiker Christian Magerl. Umweltverbände wie der Bund Naturschutz fürchten einen Präzedenzfall, der den Alpenplan aushebelt und zu einer zügellosen Bebauung bislang geschützter Gebiete führen könnte. Auch Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) sieht die Pläne kritisch. „Dieser Naturraum braucht besonderen Schutz“, sagte Scharf.

Das Riedberger Horn im Oberallgäu ist ein beliebtes Ziel für Skitourengeher im Winter und für Wanderer im Sommer. Um für Urlaubsgäste attraktiv zu bleiben, wollen die betroffenen Gemeinden die Skigebiete Balderschwang und Grasgehren mit einem neuen Lift verbinden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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