Weltraumprojekt

Erlangen schießt Algen ins All

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Ein Reagenzglas mit der Algenart Euglena gracilis Z. Die Alge ist Bestandteil eines Aquariums, das mit Posthornschnecken zu Forschungszwecken ins All geschickt werden soll.

Erlangen - Fränkische Algen und schwäbische Fische sind am Freitag mit einer russischen Trägerrakete ins All geflogen. Die Sojusrakete hob am Mittag vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur ab.

Das bestätigten Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Wissenschaftler begleiten eines der Projekte an Bord. In Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim (Stuttgart) haben sie ein Mini-Ökosystem mit Algen, einer Wasserpflanzenart, Schnecken und Buntbarschen entwickelt, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit unter anderem auf Zellen, Knochen und Muskelnzu untersuchen.

Die kleine Box, in der die Pflanzen den Sauerstoff für die Tiere produzieren, während das von den Schnecken und Fischen ausgeschiedene Kohlendioxid die Grundlage für die Photosynthese der Pflanzen ist, soll am 18. Mai zur Erde zurückkehren.

Die Rakete transportierte auch die Messgeräte Beesat-2 und Beesat-3 der TU Berlin sowie den Rechner Somp der TU Dresden ins All. Sie sollen Daten aus der Atmosphäre liefern. Insgesamt hatte die Rakete unter anderem 45 Mäuse, 20 Schnecken sowie 15 Geckos an Bord - und die 40 Buntbarsch-Larven für das fränkisch-schwäbische Mini-Ökosystem. Die Fische werden im Laufe ihrer vierwöchigen Allreise circa 1,5 Zentimeter groß.

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dpa/lby

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