Werbung für die Gemeinschaftsschule

München - Die SPD im Landtag will Haupt- und Realschulen nach und nach in Gemeinschaftsschulen umwandeln. Was diese Änderungen für das Gymnasium bedeuten, darüber gab es am Dienstag Informationen:

Die SPD im Landtag will Haupt- und Realschulen nach und nach in Gemeinschaftsschulen umwandeln - ohne gleichzeitig das Gymnasium zu verkürzen. “Wir wissen, dass das Gymnasium eine akzeptierte und wichtige Schulart ist“, sagte der neue Bildungssprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Güll, am Dienstag. “Daran wollen wir nicht rütteln.“ Trotzdem sei eine “Neuausrichtung der Schullandschaft dringend erforderlich“.

Demnach sollen Nicht-Gymnasiasten nach der Grundschule in einer gemeinsamen weiterführenden Schule auf verschiedene Abschlüsse vorbereitet werden. Güll versicherte, bestehende Standorte erhalten zu wollen und diese nur schrittweise zu erweitern. “Gemeinschaftsschulen wird es nur dort geben, wo die Eltern und Träger diese Schule wollen“, sagte der 57-Jährige Hauptschullehrer, der am vergangenen Mittwoch zum Bildungssprecher der Fraktion gewählt wurde.

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) lehnt das SPD-Modell ab. “Die jungen Menschen werden durch das differenzierte bayerische Bildungswesen sehr gut gefördert“, teilte Spaenle mit. Die SPD wolle “auf Umwegen die Einheitsschule von der ersten bis zur zehnten Jahrgangsstufe einführen“.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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