Hochwasser und Co.

Wetter extrem: Schlimmes Jahr für Bayerns Bauern

München - Für Bayerns Bauern war das vergangene Jahr schwierig. Zuerst der lange Winter, dann das nasse Frühjar, dann Hochwasser und zu guter Letzt Hitze und Trockenheit im Sommer.

Das Wetter hat den Bauern 2013 extrem zu schaffen gemacht. „Wettermäßig war das ein schlimmes Jahr“, sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbands, Walter Heidl, der Nachrichtenagentur dpa. „So extrem war es bisher noch in keinem Jahr.“ Heidl, der in Niederbayern einen Hof mit Zucht- und Mastschweinen, Ackerland und Forst hat, ergänzte: „Erst der lange Winter, wo man schon den Eindruck hatte, es gibt keine Sonne mehr, dann der nasse Frühsommer, dann das Hochwasser - und im Sommer Hitze und Trockenheit.“

Allein die Folgen der Hochwasserkatastrophe für die Landwirtschaft seien enorm gewesen. Die Schäden belaufen sich für die bayerischen Landwirte auf etwa 143 Millionen Euro. Dazu komme, dass manche Feldfrüchte wie Kartoffeln in einzelnen Gegenden gar nicht erst oder viel zu spät gepflanzt werden konnten. Es habe - je nach Region - erhebliche Verluste auch quer durch alle anderen Kulturen gegeben von Mais über Zuckerrüben, Erdbeeren, Spargel, Hopfen und Feldgemüse bis hin zu Getreide und Grünland.

Die Landwirte müssten die Möglichkeit erhalten, steuerfreie Risikorücklagen zu bilden, verlangte Heidl. Dies sei aber im Koalitionsvertrag nicht vorgesehen. Eine Umstellung auf robustere Pflanzen und Neuzüchtungen reiche nicht, um mit dem Klimawandel zurecht zu kommen. Es werde immer häufiger wetterbedingte Ausfälle geben - die Bauern müssten die Chance bekommen, dafür Vorsorge zu treffen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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