Schnell raus, die Sonne genießen

"Längste und letzte Hitzewelle des Jahres" - doch das Ende ist schon in Sicht

Offenbach - Gerade noch rechtzeitig zum Ende des meteorologischen Sommers herrscht Badewetter in ganz Deutschland. Die "längste und letzte Hitzewelle des Jahres", teilt der Wetterdienst mit. Doch ein Tief ist schon in Sicht.

„Hoch Gerd beschert uns die stabilste Sommerwetterlage des Jahres“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag in Offenbach. Am Donnerstag sollten die Höchstwerte nur südlich der Donau und in höheren Lagen Werte bei weniger als 30 Grad liegen.

Die für Ende August außergewöhnliche Hitzewelle soll noch bis Sonntag anhalten. Fans des Sommerwetters müssten also keine „Torschlusspanik“ entwickeln, sagte der Meteorologe.

Hitze-Tipps: Finger weg von eiskalten Getränken!

Einen über den Durst trinken. Aber bitte nur Wasser! „An heißen Tagen braucht der Körper mindestens drei Liter Flüssigkeit“, sagt der Münchner Arzt Dr. Nikolaus Frühwein. © dpa
Da der Körper bei Hitze mehr Natrium verbraucht, natriumreiches Mineralwasser trinken und beim Essen eine Extraprise Kochsalz verwenden. © dpa
Finger weg von eiskalten Getränken! Die bewirken eher Magen-Darm-Verstimmungen als Abkühlung. Besser sind lauwarmer Zitronentee oder ungekühlte Schorlen. © dpa
Ein Gläschen Weißwein oder eine Mass Bier sind auch im Hochsommer erlaubt. Aber Vorsicht: „Alkohl verstärkt die Verdunstung. Deshalb nicht tagsüber trinken“, rät Frühwein. Oder gleich auf alkoholfreies Weißbier umsteigen. © dpa
Kochen wie die Südeuropäer: Jetzt sollten leichte Gerichte wie Tomaten mit Mozzarella oder Hähnchenfleisch auf dem Speiseplan stehen. „Ein deftiges Wiener Schnitzel lässt sich bei Hitze nur schwer verdauen“, erklärt Frühwein. © picture alliance / AP Images
Durch ständiges Schwitzen verliert der Körper Mineralien. Gegen nächtliche Krämpfe helfen Magnesiumtabletten. © dpa
Wenn die Hitze doch zuschlägt: „Ein Sprung ins kalte Wasser ist keine gute Idee gegen Schwindelgefühl“, sagt Frühwein. Besser mit einem feuchten Handtuch zudecken. © dpa
Luftige Kleidung tragen © dpa
In kühlen Räumen aufhalten © dpa
Ungewohnte körperliche Anstrengung vermeiden © dpa
Keine pralle Sonne, etwa bei der Arbeit im Garten © dpa
Verlängerte Mittagspause machen, Siesta einplanen © dpa

Am Freitag und Samstag steigen die Temperaturen laut DWD im Süden sogar noch etwas. In den länger werdenden Nächten kühlt die Luft auf angenehme Werte ab. Die Ausläufer atlantischer Tiefdruckgebiete könnten im Norden und Nordwesten ab Freitagabend für etwas Regen sorgen. Am Sonntag zieht nach DWD-Angaben ein Tief über die Nordsee, das kältere Temperaturen und vereinzelte Schauer bringt. Auch weiter im Süden sinken die Temperaturen ab Montag ein wenig.

Laut den DWD-Meteorologen erlebt Deutschland gerade die „längste und letzte Hitzewelle des Jahres“. Der meteorologische Sommer endet am kommenden Mittwoch.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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