Winter in Bayern: Straßen frei, Stress beim Fliegen und bei der Bahn

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Am Monopteros im Englischen Garten genießen Kinder den Schnee

München - Am vierten Adventswochenende hat das Winterwetter vor allem am Münchner Flughafen für Behinderungen gesorgt - gut 90 Flüge fielen aus. Auf den Straßen war wenig los, mehr dagegen in den verschneiten Bergen.

Das Winterwetter hat in Bayern am vierten Adventswochenende nur vereinzelt für schlechte Laune gesorgt. Während sich Skifahrer und Ausflügler in den Bergen vergnügten, strandeten Hunderte Fluggäste am Münchner Airport und mussten dort auf Feldbetten übernachten. Auf den Straßen im Freistaat blieb es weitgehend ruhig. Die Polizei verzeichnete meist nur Unfälle mit Blechschäden, wenige Menschen wurden verletzt. Für die kommenden Tage sagten Meteorologen weiteren Schnee voraus.

Am Münchner Flughafen mussten in der Nacht zum Sonntag etwa 200 Passagiere auf Feldbetten schlafen, weil ihr Zielflughafen dicht war. Bereits in der Vornacht hatten ähnlich viele gestrandete Reisende in den Terminals übernachtet, weil es keine freien Hotelzimmer mehr gab. Wegen wetterbedingter Probleme in mehren europäischen Metropolen mussten bis zum Sonntagabend rund 90 Flüge annulliert werden. “Paris, Amsterdam und Norditalien haben Probleme“, sagte Flughafensprecher Robert Wilhelm.

Auch in Richtung Frankfurt/Main und London sei am Wochenende nichts mehr möglich gewesen. So mussten alle Flüge in die von Schnee und Eis betroffenen Regionen gestrichen werden, obwohl über München fast den ganzen Tag lang die Sonne schien. “Wir hatten hier Glück mit dem Wetter, trotzdem sind es viele Ausfälle geworden“, sagte Wilhelm. Am Nürnberger Flughafen fielen etwa fünf Flüge aus. Wer auf die Bahn umsteigen wollte, musste ebenfalls mit Behinderungen rechnen. Etliche Züge fielen aus oder verspäteten sich, andere waren proppenvoll. Betroffen waren in Bayern vor allem die Strecken München-Berlin und München-Hamburg. Auf den Autobahnen gab es dagegen kaum Probleme. “Es ist vierter Advent, es ist nichts los“, sagte Ulrich Höllering vom Verkehrslagezentrum in Rosenheim.

Im Vergleich mit der Vorwoche sei alles sehr entspannt gewesen, auch am Samstag. Dennoch unterschätzten einige Autofahrer wohl die Straßenverhältnisse, meist blieb es aber bei Blechschäden. Bei einem Frontalzusammenstoß bei Oerlenbach (Landkreis Bad Kissingen) wurden am Samstag sechs Menschen verletzt. Ein 43 Jahre alter Autofahrer war kurz vor der Anschlussstelle zur A71 im Schneematsch auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen den Wagen einer 21-Jährigen geprallt.

Bei Schwarzenbruck (Landkreis Nürnberger Land) geriet am Samstag ein Lastwagenfahrer auf winterglatter Straße ins Schleudern, überfuhr eine Verkehrsinsel und kam von der Fahrbahn ab. Mehr als 200 Liter Diesel liefen aus, weil der Tank bei dem Unfall aufgerissen wurde. Das Winterwetter - in einigen Regionen schien sogar die Sonne - lockte viele Skifahrer in die Berge. Zwar habe die Auslastung in dieser Saison bisher eher im Durchschnitt gelegen, doch nun sei “super Betrieb“, sagte Stefan Heiß von der Alpenbahn Spitzingsee. In den kommenden Tagen wird es dem Deutschen Wetterdienst zufolge weiter kräftig schneien, von Süden rückt aber mildere Luft heran.

dap

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