Fränkischer Winzer schweigt im Brudermord-Prozess

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Der Angeklagte Siegfried L. sitzt im Landgericht Würzburg.

Würzburg - Ein Winzer soll seinen Bruder ermordet und in einen Weintank gesteckt haben. Vor Gericht hüllt er sich nun in Schweigen. Ein Polizist sagte über eine verdächtige Kleidungsspur aus.

Im Brudermord-Prozess gegen einen fränkischen Winzer hat sich der Angeklagte vor dem Landgericht Würzburg zunächst in Schweigen gehüllt. Der Angeklagte werde sich über seine Angaben gegenüber einem psychiatrischen Gutachter hinaus nicht weiter äußern, sagte sein Verteidiger am Mittwoch. Dem 54-jährigen Mann aus Dettelbach wird vorgeworfen, seinen älteren Bruder vor einem Jahr erschlagen und die Leiche in einem Weintank versteckt zu haben. Er bestreitet die Tat.

Der Anklage zufolge soll er seinen Bruder in dessen Schlafzimmer mit einem Brecheisen erschlagen haben. Anschließend habe er die Leiche in den Weinkeller geschleift und in einem Weintank versenkt.

Ein Polizist, der nach einer Vermisstenmeldung im Januar 2011 als einer der ersten in der Wohnung war, sagte als erster Zeuge: “Es war auffällig, dass so viele Klamotten herumlagen.“ Später habe sich herausgestellt, dass die Kleidungsstücke wahrscheinlich in der Wohnung verteilt wurden, um eine blutige Schleifspur vom Schlafzimmer zur Wohnungstür zu verdecken. Im Kleiderschrank hätten die Beamten eine Blutlache entdeckt, die zum Teil bereits eingetrocknet war. Der Angeklagte sei an diesem Abend betrunken gewesen. Auf Fragen nach seinem vermissten Bruder habe er gesagt, der sei ihm völlig egal.

dpa

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