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Missbrauchsbeauftragter bestätigt auch aktuelle Fälle

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Würzburg - Im Bistum Würzburg sind offenbar auch in jüngerer Zeit Menschen von Geistlichen missbraucht worden.

“Jetzt haben wir einzelne Mitteilungen, die sich auch auf die Gegenwart beziehen“, berichtete der Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Klaus Laubenthal, am Montag in Würzburg von den jüngsten Gesprächen. Es handele sich dabei allerdings nur um wenige Meldungen, wovon einige auch noch anonym seien. “Das ist nicht so, dass Herr X sagt, in Y ist dies und jenes passiert mit Z. Das wird sehr diffus vorgetragen, klingt aber sehr konkret“, schilderte der externe Ansprechpartner des Bistums für Missbrauchsopfer.

In den eineinhalb Monaten seiner Amtszeit hätten sich bereits knapp 90 Menschen bei ihm gemeldet, berichtete Laubenthal. Während länger zurückliegende Fälle vor allem physische Gewalt beträfen, handele es sich bei den jüngeren verstärkt um sexuelle Gewalt. Angesichts der großen Zahl der Betroffenen steht Laubenthal seit vergangener Woche auch die Frauenärztin Claudia Gehring als Ansprechpartnerin zur Seite. Beide sind unter der Email-Adresse kls.lbnthl@googlemail.com zu erreichen.

dpa

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