2400 Menschen warten im Freistaat auf Hilfe

Zahl der Organspender in Bayern weiterhin niedrig

Frankfurt/Kreuth - In Bayern gibt es weiterhin zu wenig Organspender. Wie die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) am Dienstag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr in Bayern rund 400 Organe gespendet.

Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte in Kreuth: „Wir brauchen in Bayern dringend mehr Bereitschaft zur Organspende. Derzeit warten im Freistaat rund 2400 schwer kranke Menschen auf ein neues Organ.“

Auch die Zahl der Organspender in der gesamten Bundesrepublik bleibt auf niedrigem Niveau konstant - „für die Patienten auf der Warteliste und ihre Angehörigen nach wie vor sehr bedrückend“, erklärte Axel Rahmel, der medizinische Vorstand der Stiftung. Nach Angaben der Stiftung Eurotransplant warten in Deutschland derzeit über 10 000 Patienten auf ein Spenderorgan. 2014 wurden bundesweit 864 Menschen nach ihrem Tod zu Organspendern. Im europäischen Vergleich rangiert die Bundesrepublik damit im unteren Drittel.

2012 war ans Licht gekommen, dass zwei Mediziner der Göttinger Universitätsklinik eigene Patienten beim Empfang von Spenderlebern bevorzugt haben sollen. Später wurden Manipulationen bei der Organvergabe in weiteren Krankenhäusern bekannt. Darauf waren die Spenderzahlen eingebrochen. Das Transplantationsgesetz wurde inzwischen reformiert.

dpa/lby

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