Zoll stoppt Aktien-Schmugglerin

Gottmadingen - Sie wollte Steuern sparen, jetzt zahlt sie drauf: Eine Geschäftsfrau aus Oberbayern wollte Aktien über die deutsch-schweizerische Grenze schmuggeln und hatte die Rechnung ohne den Zoll gemacht.

Nach dem Kauf einer Firma in der Schweiz ist eine Geschäftsfrau aus Oberbayern vom Zoll gestoppt worden. Zöllner am deutsch-schweizerischen Grenzübergang in Gottmadingen (Kreis Konstanz) fanden im Auto der 45-Jährigen Aktienzertifikate im Wert von umgerechnet mehr als 80 000 Euro, teilte das Hauptzollamt Singen am Montag mit. Die Geschäftsfrau hatte versucht, die Aktien über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln und damit Steuern zu sparen. Ihr droht nun ein Bußgeld. Dieses beträgt nach Angaben der Zollbehörde bis zu einem Viertel der geschmuggelten Summe, im konkreten Fall also mehr als 20 000 Euro.

Wer mehr als 10 000 Euro Bargeld über die deutsch-schweizische Grenze transportiert, muss dies dem Zoll melden. Diese Regelung dient dem Kampf gegen Geldwäsche. Sie gilt nach Angaben des Zolls auch für Aktienzertifikate, Gold und andere Wertgegenstände.

Rubriklistenbild: © dpa

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