Produzentin bezieht in der tz Stellung

Sex-Tatort! So ging's in der ARD zur Sache

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Ein paar Szenen aus dem „Tatort“, der gestern um 20.15 Uhr im Ersten lief: die Kommissare beim Sex

München - Die ARD hat viele Zuschauer am Sonntagabend mit Sex-Szenen kurz nach der Tagesschau verwundert. Die Produzentin des schlüpfrigen "Tatorts" bezieht in der tz Stellung.

Da dürften sich manche Zuschauer am Sonntagabend gefragt haben, ob sie sich auf der Fernbedienung nicht vielleicht verdrückt haben … Lief das, was sie da sahen, wirklich im Ersten Programm der ARD? War das tatsächlich der Beginn eines neuen Tatorts? Um es kurz zu machen: Ja, er war es. Direkt nach dem „Intro“, der unverkennbaren Melodie der Krimireihe, ging es ordentlich zur Sache. Im Bett. Zwei Kollegen vom Kommissariat, so würde man später erfahren, hatten ihren Spaß mit­einander.

Es sind Szenen, die für die Uhrzeit, den Sender und für das Format ungewöhnlich sind. Zumal sie wahnsinnig schnell geschnitten worden sind – und dazu „verwoben“ mit einem Mord. Denn Sekunde für Sekunde wechselte sich eine Sexszene mit einer Mordszene ab. Die Geräusche – das Stöhnen im Bett und das Stöhnen desjenigen, der parallel dazu abgestochen wird – klangen verstörend ähnlich. Starker Tobak im ersten Fall aus Dortmund.

„Ja, es geht erst mal zur Sache“, erklärt Sonja Goslicki auf Anfrage der tz. Sie hat den Tatort mit der Colonia Media Filmproduktion für den WDR gedreht. „Das ist bewusst und gewollt“, so die Produzentin aus Köln. „Letztlich wollten wir einfach eine gute Mischung. Anna Schudt und Jörg Hartmann als die etwas älteren Kommissare und eben die beiden Jungen, die eine Affäre haben.“

Ihr sei durchaus klar, dass die Szenen zu Diskussionen führen können. Sie ist aber, wenn man so will, auf der sicheren Seite, denn: Der Jugendschutzbeauftragte des WDR hat den Film gesehen und hält ihn laut Goslicki für unbedenklich. „Damit ist er freigegeben für Zuschauer ab zwölf Jahren. Die Sehgewohnheiten haben sich verändert.“

Abgesehen vom furiosen Beginn war der Tatort im Ganzen allerdings eher mau. Der Fall – es ging um einen Schwulen, der sich wegen seines strengen Vaters nicht outen will und dann zum Mörder wird – war wenig komplex, eher simpel. „In der ersten Folge lag die Priorität darauf, die vier neuen Kommissare vorzustellen“, erklärt Produzentin Goslicki und verspricht: Der zweite Teil, der bereits abgedreht ist, habe „deutlich mehr mit Dortmund“ zu tun. Die Ausstrahlung ist am 11. November. Dann werden die Zuschauer auch sehen, wie es mit der Affäre der Kommissare weitergeht …

thy

Quelle: tz

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