Das Sportwort zum Sonntag

BR erfindet "Blickpunkt Sport" neu 

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Markus Othmer moderiert den „Blickpunkt Sport“ am Montag um 20.15 Uhr, Janina Nottensteiner schied Ende 2011 aus

München - Der traditionsreiche "Blickpunkt Sport" ist nicht mehr ganz zeitgemäß. Deshalb erfindet der BR die Kultsendung neu - und das auf einem attraktiveren Sendeplatz.

Bayern und Tradition sind eins. Und so gibt es denn auch folgerichtig beim Bayerischen Rundfunk Sendungen, die strotzen geradezu vor Tradition. Und das ist auch gut so. Nur ein: „So hama des scho immer g‘macht“, wie wir hierzulande so schön sagen, hat sich ausgebissen, wenn einen der Zahn der Zeit überholt ... Der traditionsreiche Blickpunkt Sport wird seit 33 Jahren am Montagabend ausgestrahlt. Früher, als noch alles besser war, war das gut so. Denn da konnte der Blickpunkt mit Studiogästen glänzen, die vorher kein anderer Sender hatte. Und die konnten dann über ein Spiel räsonieren, dessen Ergebnis die meisten Zuseher bereits vergessen hatten, weil das Spiel schon über zwei Tage abgepfiffen war. Was zählte war die Exklusivität.

Nur exklusiv Bundesliga am Montag das war und ist vorgestern. Genauer: Nach dem Spielabpfiff: Auf Sky, ARD, ZDF, Internet, LIGA total!, und, und, und. „Auch Blickpunkt Sport muss sich gegenüber einer wachsenden Zahl von medialen Sportangeboten behaupten“, hieß es in einer Stellungnahme des BR. Und weiter: „Die beschleunigte Sportberichterstattung fokussiert sich immer stärker auf das Wochenende.“ Deshalb erfindet der BR den Blickpunkt neu: Aktueller, schneller, länger soll er werden. Und das auf einem attraktiveren Sendeplatz: Die Montagssendung (Beginn 20:15 Uhr) wird ab dem kommenden Jahr sonntags von 22:00 bis 23:15 Uhr ausgestrahlt. Der neue Blickpunkt also: Das Sportwort zum Sonntag!

Darin enthalten aktuelle Bundesliga, Studio-Gäste und Sport aus Bayern. BR-Sprecher Christian Nitsche gestern zur tz: „Der neue Blickpunkt am Sonntag wird auf jeden Fall eine Sendung aus einem Guss! Mehr kann ich noch nicht verraten.“ Kein Geheimnis ist, dass der Traditions-Transfer von Montag auf Sonntag auch den schlechten Einschaltquoten geschuldet ist. Das Sport-Flaggschiff des Dritten wollten am vergangenen Montagabend lediglich 190 000 Zuschauer sehen (Marktanteil: 3,9 Prozent). Der Niedergang der Sendung begann vor drei Jahren mit der Verlegung von 21.45 auf 20.15 Uhr. Auch das eingesetzte Moderatorenteam (neben Othmer waren damals noch Janina Nottensteiner und Wolfgang Nadvornik dabei) hatte die Zuschauer nicht in dem erhofften Maß vor die Bildschirme gelockt.

tz

Quelle: tz

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