BR-Doku erinnert an Brunner-Fall

Seine Hilfe hätte ihn fast das Leben gekostet

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Nach der brutalen Prügel-Attacke fällt Daniil Safin ins Wachkoma. Fast zwei Jahre später kann der junge Russe mit Hilfe seines Bruders wieder stehen. Für die weiteren Behandlungen braucht Daniil dringend Spenden.

München - Er rettete drei Frauen vor Vergewaltigern – und bezahlte dafür fast mit dem Leben! Eine BR-Doku zeigt die berührende Geschichte des Russen Daniil Safin.

Daniil Safin (26) wurde in seiner Heimatstadt Beresniki (Russland) von Schlägern ins Wachkoma getreten. Als die Ärzte den Mann aufgeben, bringt ihn seine Familie nach Deutschland. Die Dominik-Brunner-Stiftung und die Kuratorin und tatort-Kommissarin Maria Furtwängler erfahren von dem Helfer, unterstützen seine Behandlung mit Spenden-Geldern.

Die Filmemacherinnen Susanne Fiedler und Birgit Meißner haben für das Bayerische Fernsehen Daniil Safin und seine Mutter Larissa ein Jahr lang begleitet – und waren mit der Kamera live dabei, als der Student aus dem Wachkoma erwachte! Die berührende Reportage läuft am Samstag um 15.30 Uhr in der ARD. Die Heldentat Daniis erinnert an Dominik Brunner. Der Manager hatte sich ebenfalls schützend vor Jugendliche gestellt und war deswegen zu Tode geprügelt wurde.

TV-Star Maria Furtwängler (l.) setzte sich mit der Dominik-Brunner-Stiftung für Daniil und seine Mutter Larissa ein.

Im Oktober 2011 erreichte Daniil per Telefon der Hilferuf einer Freundin. Drei Männer wollten sie und ihre Freundinnen vergewaltigen. Als Daniil zur Hilfe eilte, stürzten sich die Typen auf ihn. Sie prügelten wie besessen auf ihn ein. einer tritt ihm mit voller Wucht an den Kopf. Daniil erleidet ein offenes Schädel-Hirn-Trauma. Im Mittelpunkt der halbstündigen BR-Reportage stehen vor allem Daniil und seine Mutter Larissa. Wie eine Löwin kämpft Larissa um ihren Sohn, gibt nach Rückschlägen nicht auf. Im Dezember 2012 passiert das Wunder: Daniil erwacht in einer Fachklinik in Bad Godesberg (Nordrhein-Westfalen) aus dem Koma.

Die Dokumentation begleitet Daniil und seine Familie zu Reha-Maßnahmen in Winterberg und in Barcelona. Der Film zeigt, wie der unter extremen Verkrampfungen leidende Russe Woche für Woche Fortschritte macht. Im September vergangenen Jahres muss Daniil zurück in die Heimat. Die Spendengelder sind aufgebraucht. Inzwischen übt Mutter Larissa selbst unermüdlich mit ihrem Sohn. „Ich möchte, dass er wieder so wird wie vor der Prügel-Attacke.“

Daniil stand eine hoffnungsvolle Zukunft bevor. Er studierte Jura und Musik, wollte seine Freundin heiraten. Jetzt muss wie ein kleines Kind alles wieder lernen.

Ob ihm das gelingt, steht in den Sternen.

tz

Quelle: tz

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