Castingshow-Vergleich: Superstar gegen Superstimme

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Kuschel mit "The Voice"-Jurymitglied Nena - oder eher der harte Ton bei Poptitan Dieter Bohlen?

Köln - Es ist der Kampf der Castingshows: ­Superstar gegen Superstimme, Kultshow gegen Neuentdeckung, Dieter gegen Nena – kurz gesagt: DSDS gegen The Voice of ­Germany. Hier der große tz-Vergleich:

Nachdem The Voice im November 2011 vorgelegt hatte, zogen am Wochenende Dieter Bohlen und seine Jurykollegen nach: Sie eröffneten die erste Castingrunde der neunten DSDS-Staffel – mit der schwächsten ­Quote in zehn Jahren. Von den Kandidaten über die Jury bis zum ­Erfolg im Ausland: Der tz-Check nimmt ­beide Castings unter die Lupe.

„Deutschland sucht den Superstar“ 

Die Quote

Ein erfolgsverwöhnter Mann wie Dieter Bohlen hat sicherlich mehr erwartet: „Nur“ 6,17 Millionen Zuschauer schalteten zum Staffelauftakt ein. Das sind immerhin 1,3 Millionen weniger als 2011 (7,47 Millionen Zuschauer). In den Quotencharts kamen Bohlen & Co. auf Platz zwei, sie mussten sich dem ZDF-Krimi Stubbe – Von Fall zu Fall geschlagen geben.

Die Jury

Das Durchschnittsalter: Die DSDS-Jury bringt es auf 47 Jahre (Dieter Bohlen, 57, Bruce Darnell, 54, Natalie Horler, 30). Macht sich bei Bohlen langsam Altersmilde breit? Der Löwe brüllte am Samstag für seine Verhältnisse selten, machte eher auf zahmer Kater. Und bei Darnell flossen ordentlich die Tränchen.

Die Kandidaten

35 401 Bewerber meldeten sich heuer an: Rekord! Die Show profitiert von ihrem Kultcharakter. Bohlen betont immer wieder: „Wir sind das Original!“ – und damit am bekanntesten. Wie erwartet gaben sich am Samstag Talente und Freaks die Klinke in die Hand. Nackedei „Partyboy“ trug nur einen Tanga, wackelte ordentlich mit dem Hintern. Das wollen weder die Jury noch die Zuschauer sehen. Darnells Kommentar: „Du hast dich richtig blamiert!“

Erfolg im Ausland

DSDS stammt ursprünglich aus Großbritannien und hat es unter dem Namen Pop-Idol bis in die USA geschafft. Laut RTL gilt es als erfolgreichstes Musikcasting weltweit. Kein Wunder, der Erfinder hat Erfahrung mit Retortenbands: Simon Fuller gilt als Schöpfer der Spice Girls.

„The Voice of Germany“ 

Die Quote

Der Super-Start überraschte: Bis zu fünf Millionen Zuschauer schalteten zu den ersten Castings ab Ende November ein. Die Liveshows aus Berlin am Donnerstag und Freitag liefen mit jeweils gut vier Millionen Zuschauern nicht mehr ganz so gut.

"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show

"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © dpa
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben
"The Voice" - Bilder der ersten Live-Show © SAT.1/ProSieben

Die Jury

Das Durchschnittsalter: mit 41 Jahren etwas jünger als bei DSDS (Nena, 51, Xavier Naidoo, 40, Rea Garvey, 38, Sascha Vollmer und Alec Völkel, The BossHoss, beide 40). Die Juroren treten gerne als große Clique auf und haben eigentlich alle Kandidaten lieb. Manchmal gibt es ein bisschen zu viel Lob inklusive Gruppenkuscheln.

Die Kandidaten

Mit Zehntausenden Interessierten konnte The Voice nicht aufwarten – aber hier zählt Klasse statt Masse. Die Redaktion siebte aus „mehreren Tausend“ Bewerbern (darunter ein Großteil professionelle Musiker) die besten aus, 150 schafften es in in die erste Runde. Mittlerweile ist die Kandidatenzahl auf 16 geschrumpft.

Erfolg im Ausland

The Voice, entwickelt von der Produktionsfirma Endemol, ist ein recht junges Format und lief Ende 2010 zum ersten Mal in den Niederlanden – mit Riesenerfolg. Auch die USA wurden vom Voice-Fieber angesteckt. Gerade der europäische Raum zieht heuer nach: Unter anderem starten 2012 Shows in Großbritannien, Frankreich, Irland und Spanien.

EH

Quelle: tz

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